Reiseboom für Investments nutzen

Es gibt durchaus Trends, die es schon seit einer gefühlten Ewigkeit gibt, jedoch noch immer nicht an Dynamik verloren haben. Das beste Beispiel? Der Tourismus. Urlaub zu machen war noch nie aus der Mode - schon seit Jahren ist das Reisen die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Zudem sind es immer wieder neue Impulse, die die Branche aufleben lassen. In den 1950er Jahren waren es die Adria und die Riviera, heute sind es Destinationen, die schon um ein Vielfaches weiter weg sind. Aber nicht nur die wachsende Mobilität sorgt für immer weiter in der Ferne liegende Reiseorte, sondern auch die Digitalisierung, denn heutzutage können Unterkünfte so einfach wie noch nie gebucht werden. Ein weiterer Vorteil: Zudem geht es auch um die Selbstdarstellung - ein Selfie am Las Vegas Strip wird eben garantiert mehr „Gefällt mir“ als ein Foto vom Chiemsee bringen.

 

Asiaten bleiben reisefreudig

Waren es vor Jahren noch die Japaner, die auf Reisen unzählige Fotos gemacht haben, sind es heute die Inder, die den neugewonnen Wohlstand genießen, Urlaub machen und mit einem Fotoapparat ausgestattet sind. Hinter den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends, die sich durchaus im Bereich des Tourismus widerspiegeln, stecken natürlich die extrem rasanten Entwicklungen der Schwellenländer und die Tatsache, dass die Mittelschicht sich durchaus mehrere Urlaube im Jahr oder auch Fernreisen mit der ganzen Familie leisten kann. Waren es beispielsweise im Jahr 2005 gerade einmal 900.000 Touristen aus Hongkong und China, die ihren Urlaub in Deutschland verbracht haben, so lag die Zahl im Jahr 2017 schon bei 2,9 Millionen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Indien: 1996 gab es 3,5 Millionen Abflüge von den indischen Flughäfen, 2016 wurden über 21 Millionen Abflüge gezählt. 2017 war China zudem auch die Nummer 1 im Ranking der Länder, die die höchsten Tourismusausgaben verzeichneten - insgesamt 285 Milliarden US-Dollar haben die Chinesen ausgegeben. Die Evolution des Reisens wird aber nicht nur durch das „wer“ bestimmt, sondern auch durch das „wie“. So sind Kreuzfahrten, die vor Jahren noch als zu teuer bezeichnet wurden, heute ein leistbarer Urlaub geworden.

 

Kommt bald der Urlaub am Mond?

Urlaubsreisen sind aber auch ein am Aktienmarkt nicht zu unterschätzender Trend - das beweisen etwa die börsennotierten Unternehmen wie die britisch-amerikanische Carnival Corporation mit der Tochtergesellschaft AIDA oder auch die Deutsche TUI AG, die ihren Sitz in Hannover hat. In den letzten Jahren haben die Aktien der Gesellschaften ordentlich an Wert zulegen können - da stört es mitunter auch gar nicht, dass die Türkei-Krise für eine Korrektur der TUI-Notierung sorgte. Natürlich stellt sich auch die Frage, ob die Reiselust, die kontinuierlich steigt, auch irgendwann einmal wieder zurückgehen wird - die Deutschen urlauben mittlerweile auch sehr gern im eigenen Land. Das ist jedoch unwahrscheinlich. Auch wenn die Erde nicht unendlich groß ist, so müssen es ja für bevorstehende Reisen nicht Australien, die USA oder Argentinien sein - eine Möglichkeit wäre beispielsweise der Mond. So jedenfalls, wenn es nach Tesla-Chef Elon Musk geht, der mit dem Unternehmern SpaceX schon versucht, eine derartige Vision in die Tat umzusetzen.

 

Reisen müssen nicht immer Geld kosten - man kann vom Trend auch profitieren und Geld verdienen

Orientiert man sich jetzt an den Fakten, so ist die Reisebranche sehr wohl ein Markt, der extrem viel Potential bietet. So kann man mit einem ETF, etwa auf den Stoxx Europe 600 Travel & Leisure Index, sehr wohl in die wichtigsten Unternehmen investieren - inklusive einer breiten Streuung, um das Risiko zu reduzieren.