Revolut erhält 250 Millionen US-Dollar und wird zum Unicorn

Revolut ist nun das wertvollste Fintech Europas 

Das britische Startup Revolut erhielt im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde rund 250 Millionen US-Dollar. Einer der Hauptinvestoren war Yuri Milner, ein russischer Milliardär, der durch den Wagniskapitalgeber DST zu den Hauptinvestoren gehörte. Durch das frische Kapital wurde Revolut nun zum wertvollsten Fintech-Startup Europas

Durch den Marktwert von 1,7 Milliarden US-Dollar zählt das junge Unternehmen nun zu den Unicorns der Branche. Den Rang eines Unicorn erhält ein Startup, sobald ein Marktwert von mehr als einer Milliarde Dollar erreicht wird. Die Gründung des britischen Startups erfolgte im Juli 2015. Mittlerweile gilt das Unternehmen als einer der größten Konkurrenten des Berliner Startups N26.

Frisches Kapital wird in das Wachstum investiert 

Im Rahmen der aktuellen C-Runde konnte der Venture-Capital-Geber DST-Global die Rolle als Lead-Investor sichern. Zusammen mit dem jüngsten Investment in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, kommt Revolut nun auf 340 Millionen Dollar an Wagniskapital, welches im Rahmen mehrerer Finanzierungsrunden gesammelt werden konnte. Laut den Aussagen des Unternehmens wird dieses frische Kapital zur weiteren Expansion genutzt. Im Rahmen der Expansion soll eine Markteinführung in Kanada, den USA, Hongkong, Singapur und Australien avisiert werden.

Der Marktstart in Deutschland erfolgte bereits im September des vergangenen Jahres. Mittlerweile kämpft das junge Unternehmen mit N26 um die Kundschaft. Dabei ist N26 schon seit einigen Jahren mit einem Smartphone-Konto auf dem Markt und kann einen Kundenstamm von mehr als 500.000 Nutzern verzeichnen. Revolut kann zum aktuellen Zeitpunkt mehr als 1,5 Millionen Kunden verzeichnen und kommt bereits auf mehr als 70 Millionen Transaktionen, welche erfolgreich abgewickelt wurden. Laut den Angaben des Unternehmens ergibt sich daraus ein Transaktionsvolumen von mehr als zehn Milliarden US-Dollar.
 


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Dass das junge Startup ambitionierte Ziele verfolgt, verdeutlicht auch die Aussage, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Steigerung des Kundenstamms auf über 100 Millionen aktive Nutzer avisiert wird. Bereits heute verzeichnet das Startup rund 8.000 Neuanmeldungen pro Tag. Vor einem halben Jahr handelte es sich noch um 3.500 Neuanmeldungen pro Tag. Zusätzlich haben sich schon mehr 100.000 Menschen in die Wartelisten eingeschrieben und warten lediglich auf die Veröffentlichung der App in ihrem Land.

Revolut bemüht sich um eine Banklizenz 

Das Besondere am Angebot der Smartphone-Bank ist das kostenlose Girokonto, welches mit 150 verschiedenen Währungen genutzt werden kann, ohne das Gebühren erhoben werden. Zusätzlich können rund 25 Währungen in der App gehalten sowie gehandelt werden. Im vergangenen Dezember etablierten die Entwickler ein Wallet, das Nutzer zum Kaufen und Halten von Bitcoin nutzen können. Im Gegensatz zu anderen Fintechs strebt das Startup auch die Kooperation mit etablierten Banken an und interpretiert die eigene Rolle als Herausforderer. Insbesondere die Gebühren und die angebotenen Services sollen sich von denen etablierter Wettbewerber unterscheiden. Wird Revolut mit N26 verglichen, so verfügt das britische Unternehmen über eine größere Nutzerbasis. Allerdings liegt zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Banklizenz vor. Diese soll jedoch zum aktuellen Zeitpunkt in Litauen beantragt werden.