Schneller, tiefer, großflächiger – die Digitalisierung an den Kapitalmärkten

Was die Digitalisierung für Anleger bedeutet

Digitalisierung bedeutet ganz allgemein „das Umwandeln von analogen in digitale Formate“. Diese neuen digitalen Daten, und das ist das ebenso Entscheidende wie Revolutionäre daran, lassen sich zu allen nur erdenklichen Richtungen hin informationstechnisch weiterverarbeiten, in dem Sinne nutzen. Zu den neuen Zauberwörtern gehören das Vernetzen und das Verknüpfen, die Vernetzung beziehungsweise Verknüpfung. Daten sowie Datensätze werden digital verknüpft, und die Benutzer werden zu einem dichten Netzwerk zusammengeführt. Im Wirtschaftsleben als einer von mehreren Facetten innerhalb der Gesellschaft wird die Digitalisierung vor den Kapitalmärkten nicht nur nicht Halt machen, sondern dort ganz besonders gewünscht und gefragt sein. Der Digitalisierung kann sich niemand verschließen. Sie ist, vergleichbar mit einer Walze, nicht aufzuhalten. Also geht es jetzt und in den kommenden Jahren darum, die Digitalisierung als solche anzunehmen und das Beste daraus zu machen; oder noch besser, sie zum Besten zu nutzen.


Apple nähert sich der Ein-Billion Euro Grenze

Ein Blick über den Zaun hinaus in die Welt der Finanz- und Kapitalmärkte zeigt auf einen Blick, dass unter den nach der Marktkapitalisierung 10 größten Unternehmen sechs, also mehr als die Hälfte Technologieunternehmen sind; und zwar in alphabetischer Reihenfolge
• Alphabet
• Amazon
• Apple
• Facebook
• Microsoft
• Tencent

Dass sie alle von der schon einsetzenden Digitalisierungswelle profitieren, zeigen die folgenden Börsenwerte von Apple.
• Mit ca. 800 Mrd. Euro Marktkapitalisierung das mit Abstand weltweit größte Unternehmen
Kursanstieg von mehr als 200 Prozent in den vergangenen fünf Jahren
Anlegerrendite von 250 Prozent inklusive Jahresdividenden
Notierung im S&P500, dessen Index mit gut 70 Prozent Kursanstieg bei 90 Prozent Rendite deutlich unter Apple liegt

Wer heutzutage Aktien von diesen Weltunternehmen in seinem Depot hat, der wird ganz automatisch, man könnte sagen zwangsläufig an der Digitalisierung teilhaben.


Negativbeispiel Nokia

Dass der wirtschaftliche Aufschwung verpasst und auch verschlafen werden kann, zeigt das Beispiel Nokia. Das finnische Unternehmen war vor noch wenigen Jahrzehnten der größte und bekannteste Handyproduzent weltweit. Der schon damals einsetzende rasante technische Wandel wurde durch Managementfehler verpasst. Heutzutage ist Nokia unter den Global Playern ein Nobody. Ein aktuell vergleichbares Beispiel der Gegenwart ist das kürzliche Ausscheiden von GE, General Electric aus dem US-amerikanischen Dow Jones. Der Wert des einstigen Branchen-Flaggschiffes ist unter 100 Mrd. Euro gerutscht. Andere hingegen holen Monat um Monat auf und stabilisieren im Zuge der Digitalisierung ihren Marktwert.


Netzwerk – Arbeitsteilung mit modernster Technologie

Das Netzwerken als solches ist nicht neu. Ob beruflich oder ob privat; seit jeher profitiert die Menschheit von der Arbeitsteilung bei Produktion und Handel. Netzwerken mit der Digitalisierung ist im Grunde genommen eine Arbeitsteilung mit den heutzutage sowie zukünftig modernsten Mitteln und Möglichkeiten. Insofern ist die Digitalisierung ein Werkzeug, das es richtig und geschickt einzusetzen gilt. Der Erfolg kommt dem menschlichen Alltag zugute. Mit der Digitalisierung werden Mehrwerte in der internationalen Arbeitsteilung geschaffen, von denen jeder profitiert; vom Home Office und dem Heimarbeitsplatz bis hin zum Fernstudium an den internationalen Eliteuniversitäten.


Digitalisierung zwingt zum Um- und zum Neudenken

Hier in Deutschland sind unter anderem die Konsum- und Kaufgewohnheiten der Bürger als Endverbraucher von der Digitalisierung betroffen. Beispiele dafür sind der Wechsel von Print- zu Onlinemedien, oder der Wechsel vom stationären Offline- zum Onlinehandel im Internet. Gegen Ende des Jahrzehnts beträgt der Anteil von E-Commerce bei Elektro- und Elektronik, bei Hobby und Mode bereits knapp 30 Prozent, Tendenz rasant steigend. Dem notwendigen Umdenkprozess der Digitalisierung folgen Banken und Sparkassen, sicherlich auch getrieben von dem neuen Mobil-Bezahlsystem Google-Pay.

Noch im vergangenen Jahrzehnt war weder absehbar noch vorstellbar, mit dem Smartphone als einem mobilen Minicomputer zu jeder Zeit von überall aus online zu sein, den Zahlungsverkehr abzuwickeln, Waren zu bestellen oder mit Freunden in den Social Networks zu kommunizieren. Und wer weiß schon, was uns mit der Digitalisierung auf der Schwelle zu den 2030er Jahren erwartet!