Schweiz – der wiederentdeckte Safe haven

Die Eurokrise ist nicht ausgestanden, sondern wohl nur vertragt worden. Die Entscheidungsträger sind entweder neu im Amt (Italien / Spanien) oder bevorzugen es ohnehin sich „durchzuwursteln“ (Berlin / Brüssel).

 

I. Was für Fondsinvestoren wichtig ist

  • Die Netto-Aktienquote liegt bei rund 80 %.
  • Das Anlageziel eine Performance auf oder über dem Niveau der Indizes Stoxx Europe 600 bzw. DAX bei deutlich tieferer Volatilität zu erreichen, ist im letzten Monat voll erreicht worden.
  • Die Schwerpunkte bei den Investitionsthemen wurden im Mai gegenüber April nicht wesentlich verändert. Die bestehende Selektion erwies sich im Mai als sehr positiv für die Wertentwicklung des Fonds und es ist davon auszugehen, dass dies auch in den nächsten Monaten so bleibt.
  • Das Risikomanagement-System zeigt weiterhin GRÜN für die Aktienmärkte an.

 

II. Schweiz: Status als Safe haven wieder hergestellt

An den Börsen hat die Normalität wieder Einzug gehalten. In Phasen sinkender Risikoneigung an den Märkten suchen die Investoren den Schutz der Schweiz. Die hiervon abweichende Entwicklung im März und April war damit wohl eine temporäre Sondersituation.

 

 

Die negative Auswirkung der ungewöhnlichen Schweiz-Schwäche auf die Entwicklung des Mellinckrodt-Fondspreises zeigt sich deutlich im Kursverlauf. Der Fondspreis hat den Rückstand gegenüber den anderen, weniger Schweiz-bezogenen Fonds noch nicht vollständig wieder aufgeholt, aber in den ersten Tagen des Juni hat sich die positive Entwicklung bereits weiter fortgesetzt.

 

 

Wichtigste Portfolioanpassung im Mai war bereits zu Monatsbeginn der weitere Ausbau unserer Positionen im Themenfeld Vakuum, Halbleiter und Robotics. Der Schwerpunkt in diesem Themenfeld liegt unverändert bei amerikanischen „Value-Tech“-Aktien.

 

 

Die in der letzten Fondsinformation ausführlicher besprochene Lam Research wurde im Mai den Erwartungen voll gerecht. Die Ölaktien neigten in den letzten Wochen zur Schwäche – parallel zur aus unserer Sicht temporären Konsolidierung der Rohölpreise.

 

 

Aus der Darstellung der Portfoliostruktur können Sie ersehen, dass sich die Investitionsquote im Vergleich zum Vormonat von leicht über 70 Prozent auf fast 80 Prozent erhöht hat. In den letzten Tagen haben wir die Kassequote in Richtung 10 Prozent erhöht.

 

 

Ausblick

Die Eurokrise ist nicht ausgestanden, sondern wohl nur vertragt worden. Die Entscheidungsträger sind entweder neu im Amt (Italien / Spanien) oder bevorzugen es ohnehin sich „durchzuwursteln“ (Berlin / Brüssel). Eine Eurokrise kann natürlich jederzeit wieder auf die Tagesordnung kommen, z.B. wenn das Thema Iran-Sanktionen sich zuspitzt und dies in der Folge negative Auswirkungen auf die Konjunktur in Europa hätte. Aber im Moment scheint es eher so zu sein, dass weniger die Themen und mehr die Markttechnik bestimmt, wohin die Reise geht. Die sagt zwar weiter GRÜN, aber das bedeutet nicht, dass der DAX über den Sommer immer nur über 12.000 Punkten notiert. Rückschläge darunter sind jederzeit möglich.