Schweizer Großbank UBS verdient besser als erwartet

UBS - Bankchef Sergio Ermotti sprach von einem ausgezeichneten Start in 2018. Er sieht die Ursache für die Gewinnsteigerung in der höheren Volatilität der Märkte.

Wie wirkte sich der Handelsstreit von Donald Trump aus?

US-Präsident Donald Trump eröffnete das Jahr 2018 mit einem Donnerwetter, indem er einen Handelsstreit begann und gleichzeitig bei Anlegern für Nervosität sorgte. Diese Stimmung schlug sich auch im Handel mit Wertpapieren nieder. Dennoch konnten die Großbanken der USA ihre Gewinne weiter steigern. Deren zusätzlichen Einnahmen kamen nicht nur durch Gebühren zustande, sondern hatten ihre Ursachen in einem größeren Zufluss neuer Gelder und den weiter gestiegenen Zinsen. Ein zusätzlicher Faktor waren die in den USA durchgeführten Steuerreformen. Institute, wie JP Morgen, Citi, Morgan Stanley oder die Bank of America konnten sich über ein kräftiges Plus freuen.

 

Wie sind die Prognosen bei UBS?

Auch das größte Institut der Schweiz, die Großbank UBS, konnte ihren Gewinn zu Beginn des Jahres stark nach oben schrauben. Ursache hierfür waren steigende Erträge im Bereich der Vermögensverwaltung und eine insgesamt gute Entwicklung des Bankhauses. Das erste Quartal verzeichnete ein Plus von 1,5 Milliarden Franken und lag damit neunzehn Prozent über dem Vorjahr. Analysten gingen lediglich von einem Gewinn von 1,37 Milliarden Franken aus.

Bankchef Sergio Ermotti sprach von einem ausgezeichneten Start. Er sieht die Ursache für die Gewinnsteigerung in der höheren Volatilität der Märkte, die Kunden aufgescheucht habe, welche bisher eher zurückhaltend waren. In den ersten drei Monaten des Jahres konnte die Bank 19 Milliarden Franken an Neugeld hinzugewinnen. Lediglich im März habe sich die positive Entwicklung etwas abgeschwächt.

 

Wie sind die Perspektiven für das zweite Quartal?

Für das laufende zweite Quartal erwartet Ermotti jedoch einen weniger starken Gewinn. In der Regel seien die auf Transaktionen basierenden Erträge sowie die Vermögensverwaltung zwischen April und Juni niedriger, als zu Jahresbeginn. Daneben stehen im zweiten Quartal höhere Finanzierungskosten an, als noch im Jahr zuvor. Positiv werden sich jedoch die in den USA besser laufende Wirtschaft sowie steigende Zinsen auswirken. Das Geldinstitut erwartet zwischen 2018 und 2020 eine bereinigte Eigenkapitalrendite von etwa 15 Prozent sowie eine Kosten-Ertrags-Quote von weniger als 75 Prozent. Daneben sei ein Aktienrückkauf geplant, der schon im zweiten Quartal beginnen soll.