Shenzhen, das pulsierende Zentrum der Zukunft

Zwei Bereiche profitieren besonders vom Wirtschaftswachstum und der Entwicklung. Es haben sich jede Menge Start-up-Unternehmen angesiedelt, die wegen der guten Infrastruktur und der Lage dort ihren Sitz haben. Die Nähe zu Hongkong ist dabei ein wichtiger Aspekt, da Ingenieure und Entwickler ihre Waren und Dienstleistungen auf kurzem Wege vertreiben können. Doch auch Botendienste haben Shenzhen für sich entdeckt. Sie sind dafür zuständig, dass die Produkte und Dokumente innerhalb kürzester Zeit ihren Bestimmungsort erreichen. Sie stellen auf diese Weise sicher, dass es zu einer schnellen Weiterentwicklung kommt. Nur wenn sie frühzeitig ankommen, können die Verantwortlichen umgehend auf Veränderungen reagieren. Änderungen an den Waren oder Verbesserungen führen Sie daher im Handumdrehen durch und haben so einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, die stark ist. Dabei zeigt sich hier schon der Fortschritt: Die Unternehmen nutzen für ihre Kuriere umweltfreundliche Transportalternativen. So sieht der Stadtbesucher auf den Straßen jede Menge Fahrzeuge, die elektrisch betrieben sind. Durch die Nutzung dieser Alternativen kommt es zu einer deutlichen Entlastung der Umwelt, die zur Verbesserung der Luftqualität führt. Sie stellt für die 10 Millionen Einwohner eine Erleichterung und eine Verbesserung der Lebensumstände dar.



Der Wandel, den Shenzhen durchläuft

Noch vor ein paar Jahren hatte Shenzhen ein anderes Image und Aussehen. Viele Fabriken fand man dort vor, die für die Massenproduktion der unterschiedlichsten Güter zuständig waren. Die großen Mengen waren notwendig, damit die Firmeninhaber diese zu günstigen Preisen auf dem Weltmarkt platzieren konnten. Oftmals waren diese von minderer Qualität, da nur die schnelle und billige Herstellung im Mittelpunkt stand. Große Lagerhäuser waren notwendig, in denen die Produkte Platz fanden. Für die Produktion waren viele Arbeiter nötig, die in schlechten Behausungen untergebracht wurden. Diese Gebäude prägten das Stadtbild und sorgten für den schlechten Ruf. Die Umweltverschmutzung stellte ein weiteres Problem dar. Die vielen Fahrzeuge sorgten dafür, dass das Atmen unerträglich war. Der Smog hing wie eine Glocke über der Stadt und war ein wesentlicher Grund für viele Gesundheitsprobleme.

Nun hat sich das Aussehen drastisch gewandelt. Bürogebäude und -komplexe sind entstanden, die nun das Stadtbild prägen. Sie müssen sich dabei nicht vor Hongkong verstecken. Wie die weltweit bekannte Metropole liegt auch Shenzhen im Perlflussdelta. Diese Region beherbergt über 60 Millionen Bürger, weshalb Arbeitskräfte immer zur Verfügung stehen. Zusätzlich hat die Regierung dafür gesorgt, dass dort der wirtschaftliche Fortschritt Einzug hält und unterstützt diese Entwicklung mit unterschiedlichen Maßnahmen. So kam es beispielsweise zur Einrichtung und Eröffnung einer Schnellzugstrecke. Diese stellt sicher, dass ein schneller Transport von Arbeitskräften stattfindet. Durch diese Entscheidung hat die Region einen deutlichen Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu anderen Gebieten, weshalb die Attraktivität gestiegen ist und sich immer mehr neue Firmen hier ansiedeln. Shenzhen trägt daher auch den Titel „Chinas Silicon Valley“. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied, der dem Interessierten sofort auffällt. Es handelt sich dabei um ein Zentrum, bei dem die Hardware und nicht die Software im Mittelpunkt steht.

 


Eine neue Wirtschaftsstrategie durch die chinesische Regierung

China nehmen die meisten Konsumenten und Wirtschaftsfachleute nur als ein Produktionsland wahr, bei dem das Copyright eine niedrige Priorität besitzt und die Rechte der Arbeiter vernachlässigbar sind. Doch nun haben die Staatslenker entschieden, dass es hier zu Veränderungen kommen muss. Xi Jinping, der Vorsitzende der kommunistischen Partei Chinas und gleichzeitig Staatschef hat dieses Anliegen persönlich formuliert und beaufsichtigt die Erfolge. Er möchte, dass bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts der Wandel von einer Produktionsgesellschaft zu einem Hightech-Land vollzogen ist. Hierfür hat sein Kabinett den Plan Made in China 2025“ ins Leben gerufen. Durch die im Reich der Mitte herrschende Staatsform lassen sich solche Projekte leichter verwirklichen, weshalb große Chancen bestehen, dass die Nation dieses Ziel erreicht.

Es gibt dabei unterschiedliche Aspekte, die dabei Berücksichtigung finden. So ist eine bessere Einbindung der Herstellungsprozesse in das digitale Zeitalter notwendig. Das Schlagwort „Industrie 4.0“, das auch in Deutschland bekannt ist, kommt hier zur Anwendung. Zusätzlich ist eine Stärkung des heimischen Markts geplant, wenn es um die Umstrukturierung und Neuausrichtung geht. So stehen beispielsweise Elektrofahrzeuge im Mittelpunkt des Interesses. Doch diese sollen nicht nur für eine Entlastung der Umwelt sorgen und ein schnelles Erreichen der Ziele garantieren, sondern aus eigener Produktion stammen. 70 Prozent dieser Gefährte sollen aus heimischen Fabriken kommen. Dies gilt ebenfalls für Roboter und wie andere Produkte, die aus dem Hightech-Bereich stammen. Shenzhen fällt dabei eine Vorreiterrolle zu. Hier kommt es zu Tests der neuen Strategien und Ideen. Lassen sich diese dort umsetzen, dann verbreiten sie sich von hier aus über das ganze Land und garantieren eine leichte Verwirklichung in anderen Ballungszentren.