Smart Contracts: Kosten senken durch Automatisierung

Smart Contracts sind Computerprogramme. Sie führen vorprogrammierte Aktionen automatisch aus, nachdem gewisse Vertragsbedingungen erfüllt wurden. Wie das genau funktioniert, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Smart Contracts spielen in der Security Token-Ökonomie eine wichtige Rolle. Das sind Computerprogramme, die im Prinzip auf einer einfachen Wenn-Dann Funktion basieren.

Einen Vergleich bietet ein Kaugummiautomat: Nachdem man eine Münze eingeworfen hat, gibt der Automat einen Kaugummi aus; selbstständig und ohne menschliches Zutun.

Im Enterprise-Kontext könnte ein Smart Contract zum Beispiel wie folgt funktionieren: Ein Kunde bestellt ein Packet auf einer e-Commerce Plattform und überweiset den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto. Der Verkäufer versendet daraufhin die Ware. Sobald das Paket versendet wurde, wird der Smart Contract ausgelöst und gibt automatisch den Zahlungsvorgang frei.

Auf diese Weise hat der Käufer die Sicherheit, dass die Zahlung nicht freigegeben wird, bevor das Paket versendet wurde; und der Verkäufer hat kein Zahlungsausfallrisiko. Der gesamte Vorgang findet automatisiert statt.


Automatisierung senkt Kosten und erhöht die Sicherheit

Security Token basieren oft auf Smart Contracts, die die Rechte des Investors enthalten.

Nehmen wir zum Beispiel an, Sie kaufen einen Token, dem ein Immobilienportfolio mit einer fixen Dividende zugrunde liegt. Der Smart Contract kann so programmiert werden, dass die Dividende automatisch am Jahresende auf Ihr digitales Wallet überwiesen wird.

Das bietet zwei wesentliche Vorteile: Zum einen hat die Emittentin niedrigere Transaktionskosten, da der gesamte Auszahlungsvorgang automatisiert werden kann -  ein Kostenvorteil, der auch dem Investor zugute kommt. Zum anderen hat der Investor größere Sicherheit, dass die Zahlung auch tatsächlich ausgeführt wird.


 

Smart Contracts sind weder „smart” noch sind sie rechtlich bindende Verträge

Trotz der Vorteile, die ein Smart Contract bietet, sollten sich Investoren von dem Begriff nicht in die Irre führen lassen.

Da es sich um einen automatisierten Code handelt, ist der Smart Contract nur so „smart“ wie sein Erschaffer. Wenn beim Codierungsvorgang Fehler gemacht wurden, dann kann sich das auf die Funktionsweise des Tokens auswirken.

Außerdem sind Smart Contracts keine rechtlich bindenden Verträge, sie können also nicht vor Gericht eingeklagt werden. Deshalb sollten Investoren das Wertpapierprospekt lesen, welches dem Token zugrunde liegt, und einen Zeichnungsschein unterschreiben. 

Smart Contracts sind ein wesentlicher Bestandteil des Blockchain-Ökosystems. Auch dem IVO Token des Blockchain Investment Managers INVAO liegt ein solcher Smart Contract zugrunde. Was genau die INVAO Gruppe ist, das erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag, im Interview mit INVAO Chairman Frank Gessner.