So machen Sie ihr Depot urlaubsfest

Die Urlaubszeit steht an und viele Aktionäre fürchten das Eintreten relevanter Marktentwicklungen während dieses Zeitraums. Doch auch für Urlauber, die gerade Wandertouren in den Bergen oder einige entspannte Tage am Meer verbringen, gibt es Möglichkeiten, um das eigene Aktiendepot vor Schwankungen abzusichern.

Märkte langfristig in einer Hausse

Jürgen Kurz, von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, sieht die vergangenen Börsenjahre als besonders ruhig. Allerdings offenbarten die letzten Monate, dass der Aktienmarkt weiterhin als volatil und risikoreich gilt. Aufgrund dieser Schwankungen fragen sich viele Anleger, ob eine Absicherung des eigenen Depots sinnvoll wäre, um große Kursveränderungen zu vermeiden.

Demnach sieht man bei einem genauen Blick auf die Börsen, dass die weltweiten politischen Risiken von den Anlegern zum Großteil nicht eingepreist werden. Ein Handelskrieg zwischen China und der USA könnte beispielsweise ein schwerer Einschnitt in das Geschäft einiger Unternehmen bedeuten. Auch die aktuellen politischen Unsicherheiten in Italien sind kaum prognostizierbar und demnach ein Risiko für die Anleger. Besonders verwunderlich dabei ist, dass die Börsen noch keine starken Schwankungen verzeichneten. Dies liegt vor allem an den stabilen Geschäftsentwicklungen. Eine Konsolidierung könnte im Falle eines schwächeren Geschäftsausblicks jedoch stattfinden und im dritten und vierten Quartal für Unruhe an den Märkten sorgen.

 

Angst vor konsolidierenden Börsen gerechtfertigt?

Grundsätzlich sollte man immer eine gewisse Skepsis gegenüber der eigenen Investments haben und diese nicht dann entwickeln, wenn man in den Urlaub fährt. Zudem bedeutet ein Urlaub nicht, das man keinen Zugriff auf das Depot hat, denn die Nutzung des Smartphones in Verbindung mit dem WLAN des Hotels lässt auch im Urlaub den Zugriff auf das Depot zu. Dennoch sollte im Vorhinein ein kritischer Blick auf das Depot geworfen werden. Demnach bieten sich etwa Optionsgeschäfte zur Absicherung des Depots an. Dafür muss jedoch eine konkrete Prognose zur Marktentwicklung getroffen werden. Vor allem für Anleger, die nicht die Einzelheiten des Marktes kennen, sollten stattdessen auf Stopp-Loss-Optionen setzen. Diese Funktion ermöglicht den Verkauf von Wertpapieren und Fonds, sobald ein zuvor definierter Kurs unterschritten wurde.

Zudem sollte bereits vor dem Urlaub eine Analyse des Depots stattfinden. Dazu zählt die Identifizierung der Werte, die im Zweifel nicht zur aktuellen Strategie passen. Nur diese Werte sollten auch mit einer Stopp-Loss-Order versehen werden, denn diese wird auch dann wahrgenommen, wenn der Kursrutsch nur vorübergehend war. Zudem ist auch eine Definition der Werte wichtig, die auch im Falle größerer Schwankungen im Depot Bestandteil bleiben. Die Stopp-Loss-Order sollte nicht zu nah an das aktuelle Kursniveau gelegt werden, da diese sonst zu schnell ausgeführt werden könnte.