So sichern Sie sich niedrige Baugeldzinsen: über das Forward-Darlehen

Hintergründe des Zinstals 

Zunächst einmal hängen die Hypothekenzinsen unmittelbar vom Leitzins der EZB ab, der seit einiger Zeit bei 0,0 % verharrt. Eine Anhebung ist vorerst nicht in Sicht. Dass die Baugeldzinsen derzeit weiter so niedrig wie in den letzten drei Jahren bleiben - wenigstens auf kurze Sicht -, hat darüber hinaus noch weitere Gründe. Einer davon findet sich, so absurd das erscheint, im drohenden Handelskrieg, den die Trump-Regierung gerade anzettelt. Diese wirtschaftliche und auch politische Entwicklung verunsichert nämlich weltweit die großen Vermögensverwalter. Diese setzen bei solchen Szenarien gern auf sichere Kapitalanlagen. Dazu gehören wiederum die deutschen Bundesanleihen mit ihrer Top-Bonität. Wenn die Nachfrage danach steigt, sinken sie zwangsläufig im Kurs, auch ihre Rendite (Verzinsung) fällt. Diese Rendite wiederum beeinflusst unmittelbar die deutschen Baugeldzinsen.


Aktuelle Entwicklungen bei den Baugeldzinsen 

Im April 2018 bewegten sich die Baugeldzinsen in einem winzigen Schwankungskorridor von nur 0,1 Prozentpunkten. Das geht aus dem jüngsten Zinsbericht des Hypothekenvermittlers Interhyp hervor. Parallel dazu stagniert die wirtschaftspolitische Auseinandersetzung zwischen den USA und der EU, im vergangenen Monat gab es dazu kaum Nachrichten. Die Renditen deutscher Bundesanleihen waren vor der Ankündigung des US-Präsidenten, Strafzölle zu verhängen, nach oben gegangen. Seit Trump die Ausnahmereglung für europäische Produkte verkündet hat, diese noch einen Monat länger vor Strafzöllen schützen, stagnieren die Zinsen. Experten sind sich aber sicher, dass sie wieder steigen werden. Im April 2018 bewegten sich die Baugeldzinsen in einem winzigen Schwankungskorridor von nur 0,1 Prozentpunkten. Das geht aus dem jüngsten Zinsbericht des Hypothekenvermittlers Interhyp hervor. Parallel dazu stagniert die wirtschaftspolitische Auseinandersetzung zwischen den USA und der EU, im vergangenen Monat gab es dazu kaum Nachrichten. Als Zeitraum dafür werden die nächsten sechs bis maximal zwölf Monate genannt. Wer nun ans Bauen denkt oder demnächst eine Anschlussfinanzierung benötigt, kann sich per Forward-Darlehen die niedrigen Zinsen für nächsten fünf Jahre sichern.


Wie funktioniert ein Forward-Darlehen? 

Ein Forward-Darlehen läuft beim Abschluss zu derzeitigen Konditionen der Auszahlung vorweg, daher hat es seinen Namen. Der Auszahlungszeitpunkt kann bis zu fünf Jahre in die Zukunft verschoben werden, davor ist jeder denkbare Zeitpunkt ab sechs Monate Vorlauf möglich. Der Kreditnehmer erhält den aktuellen Zinssatz plus einen Aufschlag, der bei einzelnen Banken unterschiedlich hoch ausfällt. Es handelt sich um einen Aufschlag im Promillebereich - allerdings pro Monat, weil Forward-Darlehen hinsichtlich der Vorlaufmonate betrachtet werden. Es können monatlich 0,02 - 0,05 % der Darlehenssumme sein. Allerdings unterscheiden sich auch die sonstigen Zinskonditionen zwischen den Banken, sodass es Sinn macht, Forward-Zinssätze im Ganzen zu betrachten. Wie jeder Zinssatz hängen sie auch von der gesamten Darlehensumme, dem Beleihungswert, der Festzinsbindung und möglicherweise der Bonität des Kreditnehmers ab. Darüber hinaus offerieren einzelne Banken unterschiedliche Konditionen bei ansonsten gleichen Voraussetzungen. Wer sich für ein Forward-Darlehen entscheidet, muss daher wie bei jedem Kredit gründlich vergleichen.