Softbank-Gründer plant offenbar weiteren Mega-Technik-Investmentfonds

Masayoshi Son, der Gründer und CEO des japanischen Medienkonzerns Softbank, soll laut Insiderinformationen die Auflage eines weiteren Investmentfonds planen. Dabei soll das geplante Auflagevolumen bei 100 Milliarden US-Dollar liegen und einen Fokus auf Technologiewerte gesetzt werden.



Zweiter Fonds für Technologiewerte

Die aktuellen Insiderinformationen lassen vermuten, dass Masayoshi Son die Auflage eines zweiten Investmentfonds plant. Demnach laufen bereits die ersten Gespräche mit Investoren, sodass eine Auflage frühestens im Jahr 2019 erwartet wird. Des Weiteren sieht der Plan vor, dass beim zweiten Fonds mehr Kapitalgeber involviert werden. Die Inspiration dieses Plans stellt wohl die Auflage des ersten Investmentfonds, welcher heute auch als Vision Fund bezeichnet wird, dar. Dieser wurde 2016 durch den Softbank-Gründer aufgelegt und umfasst ein Anlagevolumen von rund 100 Milliarden US-Dollar, welche primär in Technologieaktien investiert wurden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist der Fonds zu mehr als 45 Prozent in Technologiewerte investiert. Zu den bekannten Unternehmen gehören etwa NVIDIA oder Uber.

Der Vision Fund genießt auch unter den Technologiewerten des Silicon Valleys einen außergewöhnlich guten Ruf. Für Bill Gurley, einem Investmentbanker von Benchmark, ist der Vision Fund der mächtigste Investor der Welt. Diese Aussage ist nachweislich belastbar, denn im Laufe der vergangenen zwölf Monate investierte der Fonds rund 30 Milliarden Dollar. Zum Vergleich investierte die gesamte Venture-Capital-Szene rund 33 Milliarden Dollar im identischen Zeitraum. Somit investierte der Fonds fast die identische Summe wie eine gesamte Investmentszene. Auch die Fonds von großen Finanzinstituten wie Goldman Sachs oder Blackstone Capital Partners sind vergleichsweise klein, wenn ein Vergleich mit dem Vision Funds herangezogen wird.



Die Investments des Vision Fonds

Bei den Investitionen setzt der Vision Fonds auf eine breite Differenzierung innerhalb einer Branche. Grundsätzlich handelt es sich bei allen Investments um Aktien der Technologiebranche, wobei sich mit „Wag!“ eine App für die Vermittlung von Hunde-Sittern, mit Fanatics ein Onlineshop für Bekleidung oder mit NVIDIA sogar ein Chiphersteller im Portfolio des Fonds befindet. Grundlegend gibt es im Portfolio drei Themen. Zum einen werden Unternehmen mit einem disruptiven Charakter gekauft. Zudem setzt der Fonds auf neue Ansätze, um die Old Economy zu revolutionieren. Als drittes großes Thema werden Werte mit einem Medienbezug gekauft. Laut dem CEO des Investmentfonds setzt dieser vor allem auf Technologie- und Marktführer. Des Weiteren sieht eine Auflage des Fonds vor, dass rund fünf Prozent der gepitchten Unternehmen ein Investment bekommen. Um die Unternehmen zu motivieren, stellt der Fonds rund das vier- bis fünffache an Kapital zur Verfügung. Interessanter sind für die Gründer jedoch die bestehenden Netzwerke, denn der Fonds besitzt weitreichende Beziehungen an den Märkten.



Neuer Fonds soll mehr Investoren besitzen

Laut der aktuellen Medienberichterstattung wird der neue Fonds über mehr Investoren als der Vision Fund verfügen. Dieser verwaltet Gelder des Public Investment Fonds Saudi-Arabiens, Mubadala Investment sowie von den Softbank Gründern. Doch auch Apple, Qualcomm, Foxconn und Sharp gehören zu den Investoren. Des Weiteren werden sieben Milliarden US-Dollar von unbekannten Investoren beigesteuert. Im Rahmen des neuen Fonds soll eine breite Investitionsbasis geschaffen werden, sodass mehr Geld gesammelt werden kann. Der Fokus soll jedoch identisch bleiben.