Sportartikelhersteller Puma erhöht Umsatzprognose zum dritten Mal

Das in Franken ansässige Weltunternehmen geht auch im dritten Quartal davon aus, dass die Umsätze über den Erwartungen liegen. Diese Nachricht gab die Firma bekannt und sorgte damit für Euphorie bei den Anlegern. In einem seit Tagen immer schlechteren Marktumfeld sind die Papiere daher gefragt. Der Dax ist unter Druck und die Börsianer lechzen nach positiven Verlautbarungen. Dies gelang Puma nun, weshalb es gleich zu einem Kurssprung von acht Prozent kam.

Die Nachfrage nach Sportartikeln ist derzeit weltweit groß, weshalb die Geschäfte florieren. In allen Sparten konnten die Verantwortlichen Zuwächse feststellen, welche für einen höheren Gewinn verantwortlich sind.

Dabei halfen auch die konstanten Wechselkurse, da Puma seine Waren auf allen Kontinenten anbietet. Das Plus lag bei 14 Prozent und entspricht einem Wert von ungefähr 1,2 Milliarden Euro. Schon zu Jahresbeginn spürten die Manager, dass ein großes Interesse an den Produkten besteht, doch dass dieser Trend sich in den nächsten Monaten auf eine solch bemerkenswerte Weise fortsetzt, konnte niemand erwarten. Nach Abzug aller Steuern und sonstigen Belastungen, steht nun ein bereinigter Gesamtgewinn von 77,5 Millionen Euro in den Büchern. Selbst die von Björn Gulden ausgegebenen Ziele übertraf dieses Ergebnis noch leicht.

Folgerichtig kam es zu einer Anhebung der Erwartungen. Ein Zuwachs, der sich auf 16 Prozent beläuft, wird nun prognostiziert. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der ursprünglichen Vorhersage. Ein Gewinn, der sich vor Steuern zwischen 325 Millionen und 335 Millionen Euro beläuft, ist nun anvisiert. Zuvor sprach Gulden von höchstens 330 Millionen Euro.

Doch in übertriebene Euphorie verfällt bei Puma niemand. Es kommt in der letzten Zeit wieder zu stärkeren Währungsschwankungen, die zuvor kein Problem darstellten. Zusätzlich verändert sich der Geschmack der Kunden und es ist noch nicht sicher, ob sich die Käufer im Weihnachtsgeschäft für ein Produkt mit dem Raubkatzen-Emblem entscheiden. 

 

Ein genauerer Blick ist lohnenswert

So verkaufen sich derzeit Kleidungsstücke besser als Schuhe. Dabei kann der Interessierte aus den Zahlen herauslesen, dass das Schuhwerk besonders bei der jüngeren Zielkundschaft nicht ankommt. Anders verhält es sich hier bei den Textilien. Nach Abzug aller 

Währungsveränderungen kommt es hier zu einem Verkaufsanstieg von 27 Prozent. Bei den Sportschuhen hingegen sind es nur zwei Prozent.
Doch die Verantwortlichen sind davon nicht überrascht. Es gab in den letzten Jahren eine große Nachfrage nach Sneakern und anderen Modellen. Das Interesse ist nun abgeflacht und die Käufer konzentrieren sich auf andere Angebote. Auch sind die Margen bei der Bekleidung höher, weshalb sich die finanzielle Ausgangslage verbessert hat.

Marktteilnehmer wurden schon früh auf die guten Zahlen des Konzerns aufmerksam und sind an Wertpapierkäufen interessiert. Aus diesem Grund kam es seit Januar zu einem Kursplus, das sich auf ungefähr 20 Prozent beläuft. Wer sich die Kursentwicklung der letzten drei Jahre ansieht stellt fest, dass es zu einer Wertverdoppelung gekommen ist.

Auch die Aussagen von Experten helfen dabei. Diese gehen davon aus, dass sich das Geschäft auch zukünftig positiv entwickelt. Doch es gibt Herausforderungen, die ein Risiko darstellen. Der Brexit und ein möglicher Handelskrieg, der von den USA ausgeht, sind dabei die Hauptfaktoren.