Sportliche Verhandlungen: Millionen für Münchener Fitness-App

Die international bekannte Fitness-App Freeletics hat gerade eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei vor allem Investoren aus dem amerikanischen Bereich finden können. Nachdem auch die Nutzer aus Nordamerika feststellen konnten, dass die App in den vergangenen fünf Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet hat, ist das Ziel nun, dass man mit den neuen Geldern das globale Wachstum ankurbelt. Konkret will man zu diesem Zweck noch bekannter auf dem internationalen Markt werden. Im Vergleich gilt Freeletics als eine der erfolgreichsten Apps aus Deutschland und wurde ursprünglich von drei Münchener Studenten gegründet.

 

Finanzierungsrunde mit Kapital im hohen zweistelligen Millionen-Bereich

Fünf namentlich nicht genannte Investoren sollen bei dieser Runde den größten Teil der Summe ausgemacht haben, die eingesammelt wurden. Nach Angaben der Geschäftsführung konnte man Finanzierungen in einer "hohen zweistelligen Millionen-Summe" erreichen und ist nun gut für die geplante Expansion auf dem Markt aufgestellt. Was über die Investoren bekannt ist, sind ihre Verbindungen zu verschiedenen Vereinen und Sport-Franchises aus den Vereinigten Staaten. So befinden sich nun indirekt auch Geldgeber von großen Marken wie den San Francisco 49ers aus der amerikanischen NFL, der Football-Profiliga, im Portfolio. Angesichts dessen, dass auf diesen Märkten auch große Player wie Nike oder Adidas Chancen für ein starkes Wachstum sehen, ist die Amerikanisierung der Marke ein logischer Schritt.

Mit über 30 Millionen Nutzern gehört Freeletics zu den größten Anbietern auf dem mobilen Fitness-Markt. Man hat in den vergangenen Jahren nicht nur stetig neue Nutzer in Deutschland, Amerika und dem Vereinigten Königreich finden können, sondern das eigene Angebot in der App auch noch weiter ausgebaut. Dazu gehörte zum Beispiel die Schaffung eines Outdoor-Fitnessparks, der sich für die Übungen, die in der App angeboten werden, anbietet. Auch eine Sportkollektion gehört inzwischen zu dem Portfolio von Freeletics und ist mit Sicherheit ein Aspekt bei den gut zwanzig Millionen Euro Umsatz, die das Unternehmen zuletzt im Jahr 2016 erreicht hat. Neuere Zahlen sind derzeit nicht bekannt.

Mit dem Einstieg in die App bieten sich viele neue Wege für die Vermarktung an. Neben klassischen Geräten und Unterstützungen für Fitness und Sport spielt bei den Nutzern auch das Thema Ernährung eine entsprechende Rolle. Derzeit vermarktet sich Freeletics über ein sogenanntes Fremium-Model - verschiedene Übungen in der App können kostenlos genutzt werden, für andere Angebote ist eine monatliche Pauschale oder ein Einzelkauf der entsprechenden Videos nötig.

 

Gründer ziehen sich aus dem Unternehmen zurück

Mit der erfolgreichen Finanzierungsrunde haben die Gründer der App, Joshua Cornelius, Mehmet Yilmaz sowie Andrej Matijczak, angekündigt, dass sie sich zurückziehen möchten. Sie wollen sich neuen Projekten widmen, während die Geschäftsführung von einem Konsortium rund um den Geschäftsführer Sobhani geleitet werden soll. Damit will man auch den Weg freimachen um neue Möglichkeiten zu finden, während die Gründer selbst ihre Zeit in verschiedene neue Projekte investieren möchten.