Startup Metaboards kann 5 Millionen Dollar für drahtlose Ladetechnologie einsammeln

Metaboards sichert 5-Millionen-Dollar-Finanzierung

Metaboards, ein Startup welches seinen Ursprung in der Oxford-Universität findet, arbeitet an einer neuen Technologie zum kabellosen Laden. Im Zuge der jüngsten Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen 5 Millionen Dollar zur Finanzierung der weiteren Entwicklungen sichern. Allen voran investierte Oxford Sciences Innovation (OSI) in das Projekt. Auch die Kapitalgeber RT Capital Management und Woodford Investment Management nahmen an der Finanzierung teil. Das frische Kapital soll zur Aufstockung des Entwicklerteams sowie zur Etablierung des patentierten Metamaterials genutzt werden. Hierbei handelt es sich um die Ladetechnologie des Unternehmens. 

Metaboards ist ein vergleichsweise junges Startup, welches erst in 2016 von Professoren und Marktforschern der Oxford Universität gegründet wurde. Das Ziel der Gründung war die Entwicklung eines neuen Ladestandards, der die aktuelle Technologie revolutioniert und bekannte Schwäche behebt. Insbesondere soll der Kontaktzwang zwischen Gerät und Ladefläche entfallen. Zudem können mehrere Geräte über eine einzige Ladefläche geladen werden, sodass mehrere Smartphones gleichzeitig geladen werden können.
 

Metamaterials – ein innovatives Material

Bei Metamaterials handelt es sich nur um das Produkt des Startups, sondern um ein einzigartiges Material, welches aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt wird. Hierzu gehört Plastik sowie verschiedene Metalle, deren geometrische Strukturen sich nicht in der Natur wiederfinden. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die sogenannten Metamaterials ein Forschungsgebiet, welches zunehmende Beachtung erhält. Experten sehen verschiedene Einsatzmöglichkeiten, allen voran das kabel- und kontaktlose Laden. Basierend auf den Aussagen des CEOs, Nedko Ivanov, gibt es bereits heute funktionierende Prototypen, welche im Rahmen der kommenden CES vorgestellt werden. Zudem führt das Unternehmen Verhandlungen mit verschiedenen OEMs, welche die Technologie für die eigenen Produkte verwenden möchten.

Während aktuelle kabellose Ladestandards nur einen geringen Vorteil zum kabelgebundenen Laden aufweisen, wird die neue Technologie komplett neue Möglichkeiten bieten. So könne die Technologie eine vertikale Verbreitung in verschiedenen Produktklassen und Industrien genießen. Beispielsweise könnte eine Ladelösung von Metaboards unter einem Tisch platziert werden und sämtliche Geräte auf diesem Tisch laden. Vor allem die Möglichkeit viele Geräte zum gleichen Zeitpunkt zu laden gilt als Vorteil der Technologie. Das Unternehmen gibt an, dass somit beispielsweise Smartphones, Tablets, Spielekonsolen, Controller und jedes andere, nichtmetallische Produkt, zum gleichen Zeitpunkt geladen werden kann. 

Das Potenzial der neuen Technologie verdeutlicht sich bei einem genaueren Blick auf eine Grand-View-Studie, welche ein Marktpotenzial für kabelloses Laden von 22,25 Milliarden Euro bis zum Jahr 2022 sieht. Wenn es nach Ivanov geht, dann wird das gesammelte Geld vor allem in die weitere Entwicklung und die Steigerung der Produktionskapazitäten fließen. Bereits heute hat das Unternehmen mehrere Kooperationsanfragen, sodass eine finale Vorstellung im Zeitraum der nächsten sechs bis zwölf Monate stattfinden könnte.