Steigende Baupreise treiben die Kosten für den Hausbau

Immobilien- und auch Grundstückspreise steigen - da helfen auch keine Warnungen von Seiten der Experten, die von nicht zu unterschätzender Preisübertreibung sprechen. Aber nicht nur zukünftige Eigenheimbesitzer müssen tiefer in die Tasche greifen - die Lage hat sich auch für die Investoren verschärft.

Immobilien werden immer teurer

Im letzten Jahr gab es um 3,5 Prozent mehr Bauaufträge als noch im Jahr zuvor. Das Marktvolumen lag bei 231,6 Millionen Euro; für 2018 rechnen die Experten mit einem weiteren Anstieg. Der Baubranche geht es also so gut wie schon lange nicht mehr. Doch das Auftragsplus sorgt auch für Schattenseiten - so befindet sich die Branche bereits in der Nähe der Kapazitätsgrenze. Seit dem Jahr 2009 stieg der Auslastungsgrad konstant und liegt nun bei rund 78 Prozent. Ein Wert, der seit den Aufzeichnungen, die bis in die 1960er Jahre zurückgehen, noch nie so hoch war. Ist eine 100%-ige Auslastung möglich? Ja - zumindest in der Theorie. In der Praxis ist das aber, so die Experten, unwahrscheinlich. Schlussendlich würde das nämlich bedeuten, alle Betriebe würden zur Gänze ausgelastet sein. Diese Entwicklung hat natürlich Auswirkungen - so etwa für Investoren, die einen enormen Preisdruck verspüren. Einerseits geht es um die Preise für die Eigenheime, die in den deutschen Großstädten (so etwa Berlin, Köln, Frankfurt oder München) immer teurer werden (+60 Prozent seit 2010; +10 Prozent seit 2016), andererseits geht es um immer höher werdende Baukosten. Folgt man nämlich den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes, so sind die Baupreise von Februar 2017 bis Februar 2018 um 4 Prozent gestiegen.

Ein Blick in die Zukunft

Doch Selbstgefälligkeit ist von Seiten der Branche keinesfalls angebracht. So ist das Volumen der neuen Wohnungsbaukredite bereits leicht rückläufig; zudem konnte auch ein sinkendes Wachstum bei Baugenehmigungen beobachtet werden. In den nächsten Jahren muss man also davon ausgehen, dass das Nachfragewachstum abflacht - eine Stagnation ist somit mehr als nur wahrscheinlich. Das heißt: Unternehmen, die heute volle Bücher haben, sollten sich schon jetzt auf schlechtere Zeiten vorbereiten.