Stetiger Boom von Krypto-Projekten

In einem Interview mit TechCrunch hat Brian Amstrong, seines Zeichens CEO der Krypto-Börse Coinbase, einige interessante Einsichten in die Welt der virtuellen Währungen gegeben. Dabei geht es vor allem um die Wachstums- und Einsatzchancen, die mit dieser neuen Form der Währung verbunden sind. In diesem Interview verweist er zum Beispiel auf die gestiegene Zahl von Projekten. Immer mehr Unternehmen, Vereine und Organisationen entwickeln inzwischen ihre eigenen Tokens und stellen neue Projekte zur Verfügung. Zwar räumt auch er ein, dass bei dem derzeitigen Hype nicht alle neuen Projekte langfristig überleben können, die Prognose für die Branche an sich sei aber sehr gut. Er sieht sogar eine Notwendigkeit darin, dass sich mehr Menschen und vorrangig Organisationen damit beschäftigen, wie eigene Tokens generiert und eingesetzt werden können.

Und in der Tat scheint es immer mehr Projekte auf der Basis von Krypto-Währungen zu geben. Der Hype ist definitiv vorhanden und es ist vor allem der Umstand, dass theoretisch jeder ein solches Profil aufsetzen kann, der dazu führt, dass es auch fast jeder tut. Besonders in der affinen Welt des Internets will jeder seine eigenen Ideen vermarkten und der Hype um die Tokens sorgt dafür, dass es jeden Monat eine Vielzahl von neuen Projekten gibt. Das sieht Armstrong auch auf seiner eigenen Plattform Coinbase, wo immer mehr Neuanmeldungen dazu führen, dass es inzwischen ein umfangreiches Portfolio an den verschiedensten Tokens aus der gesamten Welt gibt.


Regulierung und Fragen der Behandlung sind die Herausforderungen der Gegenwart

Derzeit ist es hauptsächlich so, dass die mangelnden Regulierungen ein Problem für die Branche sind. Auf der einen Seite gibt es keine Institution, die kontrolliert, welche Intentionen hinter einer neuen Marke stehen und wie diese Tokens ins Leben gerufen worden sind. Auf der anderen Seite ist es so, dass manche der Währungen inzwischen weniger mit der ursprünglichen Idee der Krypto-Währungen zu tun haben, als viel mehr den Eigenschaften der Wertpapiere an der Börse gleichen. Bitcoin ist dafür mit Sicherheit das beste Beispiel, das in der jüngeren Vergangenheit einer starken Schwankung bei den Werten unterlegen war und von vielen Menschen als eine kurzfristige Möglichkeit für die Investition genutzt wurde. Man muss der Branche aber auch zugestehen, dass sie sich erfolgreich gegen den ersten Eindruck gewehrt hat, dass sie nach den Problemen mit Bitcoin bereits zum Ende kommt. Im Gegenteil, die steigende Zahl der Projekte und die vielen neuen Tokens sorgen für eine Diversifizierung der Märkte.

Coinbase selbst möchte sich in den kommenden Monate neu erfinden. Neben den neuen Tokens, die weiterhin aufgenommen werden, wurden verschiedene Unternehmen aus der Finanzwelt geworben. Damit möchte man nun den Einstieg in das echte Broker-Geschäft ermöglichen. Kunden haben dann nicht mehr nur die Möglichkeit, die verschiedenen Tokens über Coinbase zu handeln, sondern auch andere Dienstleistungen im Sinne eines echten Brokers in Anspruch zu nehmen. Ob die prognostizierte Zahl von über einer Milliarde Menschen, die künftig Krypto-Währungen einsetzen, in der Zukunft wirklich zutrifft, darf aber bezweifel werden. Besonders die Anleger aus der westlichen Welt gelten weiterhin als eher konservativ und sind wohl nicht bereit, sich umfangreich in dem neuem Markt zu engagieren.