Strategy Defensive: Ausdauer ist gefragt

Die aktuelle Portfoliozusammensetzung reflektiert diesen Umstand und bedarf deshalb keiner größeren Anpassungen.

Mit einem Anteilspreisrückgang von 1,62 % während der vergangenen vier Wochen weist der Quint:Essence Strategy Defensive Ende Juni eine bisherige Jahresperformance von -2,39 % auf.

Grund für die wenig erfreuliche Entwicklung war das weiterhin unnatürlich tiefe Zinsniveau. Nach den Ankündigungen der EZB vom 14.6.2018 bezüglich zum Anleihenkaufprogramm, Einlagezins und zur Verlängerung fällig werdender Anleihen ist eine baldige Kurskorrektur seitens der Zentralbank nicht zu erwarten. Dementsprechend wird uns die problematische Zinsumgebung noch eine Weile erhalten bleiben. Eine adäquate Verzinsung für Anleihen mit guter Bonität und überschaubarer Laufzeit wir es also bis auf Weiteres nicht geben. Für den Strategy Defensive bedeutet dies, dass innerhalb der strengen Risikobegrenzung des Fonds auch in naher Zukunft Erträge fast ausschließlich über Fremdwährungen und defensive Aktien zu erzielen sind.

Die aktuelle Portfoliozusammensetzung reflektiert diesen Umstand und bedarf deshalb keiner größeren Anpassungen. Eine kleinere Veränderung haben wir Ende Juni im Segment der defensiven Aktien vorgenommen. Wir haben zwecks Steigerung der Diversifikation ca. ein Drittel unserer Deutsche Post Aktien verkauft. Der größte Anteil unter den Fremdwährungen im Fondsportfolio entfällt auf den US Dollar. Mit einer Gewichtung von knapp 34 % erwarten wir von der amerikanischen Währung aufgrund der im Verhältnis zum Euro zunehmend divergierenden Zinsen signifikante Performancebeiträge.

Durch die Markteingriffe der EZB sind Anleger auch weiterhin zum Eingehen höherer Risiken gezwungen, sofern sie die Kaufkraft ihres Kapitals erhalten wollen. Da wir die Risikobeschränkungen des Quint:Essence Strategy Defensive nicht aufweichen wollen, erwarten wir bis zum Jahresende weitere mühsame Monate.