Target European L/S wieder auf Erfolgsspur

Der Abschwung an den weltweiten Kapitalmärkten ist vergangenen Herbst auch am vermögensverwaltenden Fonds Target European L/S nicht spurlos vorbeigegangen. Nach einer Verlustphase liegt der Fonds auf Zwölf-Monats-Sicht wieder deutlich im Plus.

Das abgelaufene Jahr hat bei vielen Geldanlegern nicht unbedingt für Jubelstürme gesorgt. Der deutsche Leitindex Dax hat rund 18 Prozent verloren, der US-amerikanische Dow Jones sechs Prozent, der Euro Stoxx fast 15 Prozent. Und an den Anleihenmärkten gab es auch nicht viel zu holen: Während die laufenden Zinszahlungen weiterhin sehr niedrig geblieben sind, machten die Kursschwankungen den Anlegern zu schaffen, die ihre Papiere verkaufen wollten.

Diese allgemeine Abwärtsbewegung hat auch den vermögensverwaltenden Fonds Target European L/S der Fondsberater Rolf Klein und Lothar Koch (GSAM + Spee Asset Management AG) voll erwischt. Nach sehr erfolgreichen ersten 18 Monaten hatte der Fonds mit einem Plus von mehr als zwölf Prozent hat er bis Anfang Januar auf knapp 95 Prozent seines Wertes nachgegeben. Die Fondsberater haben es aber geschafft, den Target European L/S zu stabilisieren und am Aufwärtstrend zu partizipieren: In der Zwölf-Monats-Betrachtung liegt das Plus bei zwei Prozent, Tendenz steigend. Daher hat der Fonds seinen ursprünglichen Wert Ende Februar wieder erreicht.

Rolf Klein und Lothar Koch haben an der Ausrichtung des Fonds konsequent festgehalten. Der reine Aktienfonds investiert überwiegend in europäische Small- und Mid Cap-Werte, die mittels Fundamentaldaten und Chartanalyse ausgewählt werden und deren Quote bis zu 100 Prozent betragen kann. Der Fonds Target European L/S investiert derzeit in 28 Werte. Die Fondsmanager halten eine Cash-Quote von etwa 24 Prozent, um bei weiteren Opportunitäten an den Märkten die Aktienquote schnell weiter erhöhen zu können, wie sie es zuletzt schon getan haben – mit dem Ergebnis eines vorzeigbaren Kurssprungs.

Die Absicherung erfolgt durch Shortinstrumente auf Indizes wie den EURO STOXX 50. Die flexible Short-Quote wird regelmäßig durch eine komplexe Technik ermittelt. Nachdem der Fonds anfangs ausschließlich in Nebenwerte investiert hat, werden jetzt auch sehr behutsam Large Caps eingesetzt, um eine breitere Diversifizierung zu erreichen und das Risiko der Nebenwerte noch stärker abzupuffern.

Der Hintergrund: Die kleinen und mittleren Werte haben zuletzt schlechter performt als Large Caps. Daher beobachten die Fondsberater diesen Markt aktuell ganz besonders intensiv und nutzen Opportunitäten an den europäischen Märkten, um attraktive und wachstumsstarke Titel für den Fonds zu ermitteln und zu günstigen Preisen einzukaufen. So wurde kürzlich beispielsweise nach dem starken Rückgang in Wirecard investiert, der allmähliche Rebound des Werts macht sich nach und nach positiv bemerkbar.

Einen Schwerpunkt setzt der Fonds aktuell auf Immobilienwerte. Damit wollen die Fondsberater den weiterhin positiven Entwicklungen am Immobilienmarkt Rechnung tragen und von den Preissteigerungen im privaten und gewerblichen Bereich profitieren (Tlg Immobilien, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien, TAG Immobilien und Aroundtown). Ebenso stark allokiert ist die Aktie der Siltronic AG. Siltronic ist ein Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium, die Grundlage für die moderne Mikro- und Nanotechnologie. Das Unternehmen mit Sitz in München ist der weltweit drittgrößte Hersteller von Wafern für die Halbleiterindustrie.

 

Mit diesem Konzept wollen die Fondsberater wie in der jüngeren Vergangenheit wieder das Ziel erreichen, das Vermögen möglichst sicher zu gestalten und aufgebaute Werte zu schützen. Aber: Wie es an den Börsen weitergeht, kann niemand voraussehen. Wichtig bleibt daher weiterhin, die Entwicklung an den Märkten genau zu beobachten und eigene Schlüsse daraus zu ziehen. Die Aktienmärkte werden fürs Erste volatil bleiben, aber dennoch führt in einem ausgeglichenen Vermögensverwaltungskonzept kein Weg an einem professionellen Aktienportfolio vorbei. Wertpapiere bleiben der Renditebringer Nummer eins.