Tesla bleibt unantastbar

Schließlich werden die Elektroautos bei immer mehr Konsumenten zum hohen Gut, bieten sie doch inzwischen eine Unabhängigkeit für Benzin und gelten als ein Statement für den Umweltschutz. Trotz der neusten Entwicklungen ist es aber unwahrscheinlich, dass man Tesla in den kommenden Jahren einholen kann. 

 

Daimler stellt neuen Wagen vor und startet E-Auto Entwicklung neu

Daimlers neue Elektroserie EQ soll ganz offiziell der Startschuss dafür sein, dass das Unternehmen Tesla wichtige Anteile auf dem Markt für Autos mit dem E-Antrieb abjagen kann. In Stockholm hat man das Fahrzeug ganz offiziell präsentiert und dabei mit großem Aufwand klar gestellt, dass man auf diesem wichtigen Markt endlich zu einem Global Player werden möchte. Interessant war dabei allerdings der Fakt, dass es keine Hinweise und klaren Aussagen zu dem künftigen Preis gegeben hat. Man beschränkte sich auf den Hinweis, dass der Preis für den Elektro-SUV wettbewerbsfähig sein würde. Genau hier scheint aber die größte Problematik für die neuen Mitspieler auf dem Markt zu liegen. Welcher Preis überhaupt wettbewerbsfähig ist und wie das funktionieren soll, wird nämlich von Experten derzeit noch eher kontrovers diskutiert. Warum es Zweifel gibt, zeigt sich mit einen Blick auf die Entwicklungen von Tesla. 

 

Geringerer Kobalt-Gehalt sorgt für niedrige Preise 

Kobalt ist das wichtigste Metall für die Entwicklungen der Batterien in den Elektro-Autos. Die Batterien wiederum sind das Herzstück der E-Autos, das am Ende darüber entscheidet, ob der Wagen für die Kunden interessant ist. Größere Batterien sorgen sofort auch für höhere Kosten, was dafür sorgt, dass sich die Autos auf dem Markt nur schwer durchsetzen können. Deutsche Autobauer sind dabei vor allem auf die Lieferungen aus Asien angewiesen. In der Regel beträgt der Anteil von Kobalt, das mit Abstand teuerste Element in den E-Autos, acht Prozent. Bei Tesla wiederum soll der Anteil bei gerade einmal drei Prozent liegen. Angesichts dessen, dass ein so deutlicher Unterschied sich auch im Preis wiederfindet, ist es kein Wunder, dass man bei Daimler und Co momentan eher nicht davon ausgehen kann, dass die Preise für ihre E-Autos mit denen von Tesla mithalten können. 

Mit seinem Ziel von 100 Dollar pro Kilowattstunde hat Tesla nicht nur ein ehrgeiziges Projekt ausgerufen, sondern demonstriert der Konkurrenz recht deutlich, wie groß die Abstände momentan noch sind. Das liegt auch daran, dass man bei Tesla schon vor einigen Jahren mit Kooperationen mit asiatischen Unternehmen begonnen hat. Die eigens mit Panasonic entwickelte Batterie und der geringe Anteil an Kobalt sorgen dafür, dass es sein könnte, dass Tesla noch viele Jahre die Nase auf dem umkämpften Markt vorne hat. 

 

Abhängigkeiten von asiatischen Produzenten ist ein Problem

Geht es alleine nach dem Willen von Audi, Daimler, BMW und Co., so möchte man in den folgenden Jahren am liebsten monatlich neue Autos aus den E-Serien auf den Markt bringen. Während die Unternehmen also erkannt haben, wie wichtig der Markt für die Zukunft ist und dass mehr Investitionen nötig sind, zeigt sich ein ganz anderes Problem neben dem Preis: die Abhängigkeit von asiatischen, meist chinesischen und japanischen, Unternehmen. Diese produzieren auch heute noch für die meisten Autohersteller die Batterien und haben eine Marktmacht entwickelt, mit der sie die Preise vollkommen kontrollieren können. Einzig BMW hat bereits vor einige Zeit ein geplantes Joint Venture mit einem Unternehmen aus diesem Bereich in die Wege geleitet - auch hier wird aber noch abzuwarten sein, ob die Erfolge am Ende wirklich so deutlich sind. 

Während es also gut ist, dass die deutschen Produzenten endlich die Notwendigkeit von Aktivität in der Branche für E-Autos erkannt haben, gibt es noch einige Hindernisse. Es bleibt abzuwarten, ob man in der nahen Zukunft dem eindeutigen Marktführer Tesla gefährlich werden kann.