Tesla: Gegen den Trend aufwärts

Seit Anfang Oktober stehen die Aktienmärkte enorm unter Druck. Ob DAX, Dow Jones oder S&P 500 – überall rasseln die Kurse gen Süden und machen bisher keine Anzeichen für eine Trendwende. Doch die Tesla-Aktie scheint von dieser Entwicklung unbeeindruckt zu sein. Seit Anfang Oktober konnte sie sich um knapp ein Drittel im Wert verbessern. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen befand sich die Aktie von Tesla zuvor auf einem sehr niedrigen Niveau. Durch allerlei Eskapaden von Tesla-Chef Elon Musk stand das Papier lange Zeit unter Druck und war schon auf dem besten Wege, die Marke bei 200 Euro nach unten zu durchkreuzen. Mit solchen Kursen ergibt sich natürlich auch ein hohes Aufwärtspotenzial. Es brauchte nur den richtigen Auslöser, um die Anleger in Kauflaune zu versetzen. Eben jenen gab es dann im Oktober gleich in zweifacher Ausführung. Zum einen konnte Elon Musk sich mit der US-Börsenaufsicht einigen, sodass ein laufendes Verfahren zu den Akten gelegt werden konnte. Darüber hinaus begeisterte Tesla seine Anteilseigner bei den Quartalszahlen mit einem hervorragenden Ergebnis. 2,90 USD Gewinn je Aktie konnten verbucht werden, während im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 3,06 USD beklagt werden musste. Damit übertraf Tesla die Erwartungen der Analysten deutlich, welche zuvor von einem Gewinn von 0,17 USD je Aktie ausgegangen waren.


Wie geht es jetzt weiter?

Ganz erwehren kann sich Tesla der allgemein schlechten Stimmung an den Märkten nicht. Trotz der positiven Entwicklung in den letzten Wochen konnte der langfristige Aufwärtstrend bisher nicht bestätigt werden. Die Aktie des Unternehmens tut sich sehr schwer damit, die Linie bei 300 Euro zu übertreffen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 329,55 Euro können die Anleger da aktuell nur träumen. Gerade in Anbetracht der schwachen Märkte ergibt sich jetzt auch durchaus Potenzial für Gewinnmitnahmen, welche den Kurs kurzfristig wieder unter Druck setzen könnten. Allzu sehr kann sich also niemand darauf verlassen, dass es mit Tesla jetzt weiter aufwärts geht. Zwar wurde die Prognose für das vierte Quartal bestätigt, dies wurde in den Kurs aber schon längst eingepreist.