Tesla-Zulieferer sorgen sich um ihre Bezahlung

Wie eine Umfrage zeigt, scheinen sich diese Zweifel auch bei den Zulieferern des Konzerns durchzusetzen: Es gibt ernsthafte Zweifel, ob das Unternehmen in der Lage ist, für seine Waren und Leistungen auch fristgerecht zu bezahlen. 

Dass Tesla derzeit nicht gewinnbringend arbeitet, ist gemeinhin bekannt. Die deutlichen Verluste, die das Unternehmen jeden Tag schreibt, waren schon seit einiger Zeit das Thema an den Börsen und natürlich auch bei den Unternehmen, die von Tesla abhängig sind. Zwar ist es gelungen, die Produktivität für das neueste Modell zu erhöhen, die Sorgen beziehen sich aber vor allem auf die Liquidität von Tesla. Enorme Kosten und stetig sinkende Barmittel lassen bei dem einen oder anderen Zulieferer des Konzerns die Alarmglocken schrillen. 

Wie ernst die Lage für die Partner von Tesla ist, zeigt ein Bericht aus dem Wall Street Journal. Hier haben einige der großen Partner von Tesla erklärt, dass das Unternehmen in den letzten Monaten mehrfach versucht hätte, ausstehende Zahlungen zu verzögern. Auch von Erstattungsforderungen wäre die Sprache. Während bei den großen Unternehmen diese Taktik angewandt wurde, scheint es einige kleine Zulieferer zu geben, die bisher noch gar nicht bezahlt worden sind. In einer Umfrage haben 18 von 22 befragten Unternehmen erklärt, dass sie Tesla für das eigene Unternehmen als ein finanzielle Risiko ansehen. Das kann natürlich langfristig zu ernsthaften Verwerfungen zwischen den so wichtigen Zulieferern und Tesla führen, was sich am Ende wieder auf die Produktivität auswirkt. 

 

Elon Musk dementiert die Gerüchte - und verweist auf andere Begründung 

Laut dem Gründer Elon Musk befindet sich das Unternehmen keinesfalls in einer angespannten finanziellen Situation. Die Probleme rund um die Bezahlung von Zulieferern liegen stattdessen in den gelieferten Teilen selbst. So sei Tesla mit der Qualität der Waren teilweise nicht zufrieden gewesen und hatte daher auf eine Erstattung gepocht. In diese Kerbe schlägt auch Teslas Finanzchef Deepak Ahuja: Tesla befindet sich auf einem guten Weg in Richtung positiver Cash-Flow. Angesichts dessen, dass sich Teslas Lage auf den Märkten verbessert, wäre es ein vollkommen normales Vorgehen, dass man nun versucht bessere Konditionen für die Waren zu erhalten, die in den Autos von Tesla verbaut werden. 

Ohnehin scheint es nur ein wenig Geplänkel zwischen dem Unternehmen und seinen Partnern zu sein. In der gleichen Umfrage haben die Befragten einheitlich geantwortet, dass sie nicht darüber nachdenken, die Beziehungen mit Tesla an diesem Punkt abzubrechen. Angesichts der versprochenen Zahlen von Ahuja sollte es auch weniger Grund für Sorge bei den Partnern geben - sofern diese denn pünktlich und vollständig bezahlt werden.