Teslaquila, Videospiele per Bordcomputer und der erneute Aufstieg der Tesla-Aktie

Wie nun aus den Gerichtsdokumenten ersichtlich wurde, stimmte der Richter dem Vergleich zwischen der Behörde und Elon Musk zu. Dabei sieht der Kompromiss vor, dass Tesla-Chef Musk zwar der Firmenchef des Unternehmens bleibt, jedoch seinen Vorsitz im Verwaltungsrat für die nächsten drei Jahre an eine andere Person übertragen muss. Der Starunternehmer, der in letzter Zeit immer wieder davon sprach, das Unternehmen Tesla von der Börse nehmen zu wollen, will nun aber nicht in den Hintergrund treten, sondern präsentierte gleich wieder abenteuerliche Pläne.

Elon Musk soll, so die Börsenaufsicht SEC, die Investoren in die Irre geführt haben, als er davon sprach, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. So schrieb der Tech-Milliardär, dass die milliardenschwere Finanzierung für die Privatisierung bereits gesichert sei. Die SEC war jedoch anderer Meinung und forderte in weiterer Folge rechtliche Konsequenzen. Nun einigte man sich mit einem Vergleich darauf, dass Tesla und Musk je eine Strafe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar zahlen werden. Zu Beginn war die SEC noch der Meinung, Elon Musk müsste komplett aus der Chefetage von Tesla verbannt werden - nun hätte man sich darauf geeinigt, dass der Chef bleiben dürfe, jedoch den Verwaltungsratsvorsitz abgeben soll. Kurz sah es so aus, als hätte sich die Situation wieder beruhigt, als Musk wieder via Twitter für Aufsehen sorgte. So provozierte er die Börsenaufsicht unter anderem mit der Aussage, es handle sich um eine „Bereicherungskommission für die Finanzspekulanten“, die ausschließlich gegen „Tesla wetten“ würden.


Bordcomputer soll zur Videospielkonsole umfunktioniert werden

Kein Wunder also, dass die Anleger froh waren, dass die Einigung zwischen Musk und Tesla von Seiten des Gerichts akzeptiert wurde - plötzlich legte die Tesla-Aktie um 6,53 Prozent zu (276,84 US-Dollar). Nun könnte Musk mit einem neuen Projekt abermals für einen Anstieg des Wertpapiers sorgen: Der 47-Jährige will die Bordcomputer in den Elektroautos zu Videospielkonsolen umbauen - so fragte Musk bereits über Twitter, welche „Spiele besonders viel Spaß“ machen. Mit dem letzten Software-Update wurden bereits Atari-Klassiker in den Fahrzeugen installiert. Gespielt wird - in Parkposition natürlich - mit dem Lenkrad.



Kann man schon bald einen doppelten „Teslaquila“ bestellen?

Der Starunternehmer ist - trotz der Turbulenzen rund um Tesla - scheinbar nicht zu bremsen. So will er auch demnächst den „Teslaquila“, einen hauseigenen Tequila, auf den Markt bringen. Der Antrag, die Marke schützen zu lassen, wurde am 8. Oktober gestellt. Natürlich sind Musks Pläne und Projekte durchaus interessant (er ist auch Chef der Tunnelbohr-Firma „Boring Company“ und des Weltraumunternehmens „Space X“) jedoch würden sich viele Aktionäre wohl wünschen, Musk würde sich stärker auf Tesla konzentrieren.