Tipp des Tages: So klappt der Krankenkassenwechsel erfolgreich

Fehlende Leistungen, zu hohe Beträge, ein schlechter Kundenservice: es gibt verschiedene Gründe für einen Krankenkassenwechsel. Worauf vor Vertragsabschluss geachtet werden sollte und wie Sie den Wechsel am besten vollziehen.

Ein Wechsel der Krankenkasse lohnt sich

Ein Krankenkassenwechsel kann eine Menge Geld sparen. Wer regelmäßig das beste Angebot sucht, kann die jährlichen Gebühren in einigen Fällen um mehrere Hundert Euro reduzieren. Sowohl die privaten Versicherungen als auch die gesetzlichen Versicherungen bieten die notwendigen Leistungen zu teilweise stark abweichenden Beiträgen an. Es lohnt sich also, verschiedene Angebote zu vergleichen.
Online-Vergleichsrechner helfen dabei, die verschiedenen Angebote gegenüber zu stellen. Um die optimale Kasse zu finden sollte unter anderem auf die Kundenzufriedenheit, die Leistungen und die Beitragskosten geachtet werden. Wer gesundheitliche Probleme hat und regelmäßig ärztlich behandelt werden muss, sollte sicherstellen, dass diese Behandlungen von der neuen Versicherung abgedeckt werden.
 

Das ist wichtig bei einem Wechsel

Bevor sie bei einer neuen Krankenkasse unterschreiben, müssen Versicherungsnehmer ihren Vertrag bei der bisherigen Krankenkasse kündigen. Die Kündigung erfolgt am besten per Einschreiben mit Rückschein – natürlich schriftlich, damit die Auflösung des Vertrags rechtlich Bestand hat. Zusätzlich sollte eine E-Mail geschickt werden. Die Krankenkasse wird den Eingang der Kündigung innerhalb von 14 Tagen bestätigen, wobei einige private Anbieter zunächst ein Gegenangebot machen. Wer nach dem Angebot weiterhin wechseln will, sollte schriftlich Kontakt mit der Wunschkasse aufnehmen. Die notwendigen Vordrucke finden sich auf den jeweiligen Internetseiten der Kassen. Zusätzlich zu dem ausgefüllten Formular muss die Kündigungsbestätigung der bisherigen Kasse mitgeschickt werden.



Arbeitgeber und Arbeitsamt informieren

Für die Kündigung der Krankenkasse gilt eine zweimonatige Frist zum Monatsende. Wer im Januar kündigt, ist ab April bei der neuen Kasse gemeldet. Nachdem die neue Kasse die Mitgliedsbescheinigung ausgestellt hat, sollte unbedingt auch der Arbeitgeber oder die Arbeitsagentur informiert werden. Die Gesundheitskarte, welche gemeinsam mit der Mitgliedsbescheinigung mit der Post kommt, wird am besten vorgelegt, um Missverständnisse zu vermeiden. Übrigens: jede Kasse ist verpflichtet, Versicherte aufzunehmen, die zuvor bei einer anderen Krankenkasse waren. Hierbei spielen Alter und Gesundheitszustand keine Rolle. Allerdings erhöhen sich die Beiträge, wenn chronische Erkrankungen oder andere gesundheitliche Probleme vorliegen.
Der Zusatzbeitrag ist jedoch nur ein Kriterium. Ebenso wichtig sind Extraleistungen wie Zuschüsse zu Behandlungen oder Rückzahlungen bei Nichtinanspruchnahme der Leistungen. Zwar kosten zusätzliches Services extra, der höhere Beitragssatz kann sich jedoch lohnen.

 

Von der Krankenkasse abgelehnt: das ist zu tun

Wer von der neuen Krankenkasse nicht angenommen wird, kann Beschwerde beim Bundesversicherungsamt einreichen. Zuvor sollten bei der Kasse allerdings die Gründe für die Ablehnung erfragt werden. Oftmals liegen Gründe vor, die den Versicherungsnehmer selbst dazu veranlassen, eine andere Police zu wählen.
Bei einem Krankenkassenwechsel sind also einige Dinge zu beachten. Neben den Kosten spielen auch die Fristen und die Meldung des Wechsels an die verschiedenen Stellen eine Rolle.