Billionen Dollar Baby - Amazon

52,9 Milliarden Dollar Umsatz sind nur ein Beispiel dafür, warum Amazon in den vergangenen Monaten einen so deutlichen Sprung bei den Aktionären hingelegt hat. Vor allem die Marke von 2,5 Milliarden Dollar Gewinn, waren beeindruckend. Schließlich hatte das Unternehmen im gleichen Zeitraum im letzten Jahr gerade einmal einen Gewinn von knapp 200 Millionen Dollar hingelegt. Der Schlüssel für den neuerlichen Boom ist schnell gefunden: Amazon hat in verschiedenen Bereichen investiert und kann nun auf die ersten Gewinne blicken. Seit der Gründung 1994 von Jeff Bezos war Amazon vor allem für seinen Online-Shop bekannt, der in kürzester Zeit in vielen Ländern zum Marktführer für Produkte aus allen Bereichen wurde. Inzwischen ist die Marke aber viel mehr als einfach nur ein Dienstleister für den Einkauf und Versand von Büchern, Mode und Technik.

Zuletzt hat man aber in allen Bereichen investieren können und sich zum Marktführer für verschiedene Segmente entwickelt. Die eigene Technik, die hauptsächlich in Form von Kindle und dem Sprachassistenten Alexa vorhanden ist, ist nur ein Beispiel für die Diversifizierung in die verschiedensten Branchen. So ist Amazon zum Beispiel unter den Nutzern von IT-Dienstleistungen längst über seinen Shop hinaus zu einer wichtigen Marke geworden. Die Amazon Cloud Services werden von Webseiten auf der gesamten Welt als Hoster genutzt, da hier ein faires Preissegment angeboten wird. Gleichzeitig kann die Cloud selbst von anspruchsvollen Webseiten gut gemanaged werden kann.

Auch Amazon-Prime entwickelt sich zu einem Garanten für den stetigen Erfolg der Marke. Der Streamingdienst ist momentan die einzig echte Alternative zum Marktführer Netflix. Den Kunden werden für einen geringen monatlichen Preis nicht nur Vorteile im Online-Shop von Amazon geboten, sondern auch der Zugriff auf die verschiedensten Filme und Serien. Es ist also diese Strategie, die dafür gesorgt hat, dass Amazon schon längst viel mehr ist als ein weiterer Shop im Internet.


Amazon scheint gegen Kritik immun zu sein

Die Kritik an Amazon und seinen Dienstleistungen ist vielfältig. So ist das Unternehmen eines der beliebtesten Ziele der Angriffe von Donald Trump, der schon seit einer Weile die Befürchtung hat, dass Jeff Bezos sich zu seinem Konkurrenten entwickeln könnte. In Deutschland und anderen europäischen Ländern sind es vor allem die Gewerkschaften, die konstant darauf verweisen, dass die Arbeitsbedingungen bei Amazon nicht unbedingt freundlich für die Arbeitnehmer sind. Anscheinend hat das Unternehmen aber eine gewisse Immunität gegen diese Kritik entwickelt. Zum einen wehrt man sich dagegen, zum anderen scheinen die kleinen und großen Skandale keinen wirklichen Einfluss auf das Wachstum oder den konstant steigenden Börsenkurs zu haben.

Inzwischen gilt der Gründer des Unternehmens als der reichste Mann der Welt und auch bei Experten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Aktie von Amazon in den kommenden Monaten einbrechen könnte. Für Investoren wird die Aktie damit zu einem wichtigen Gut, da sie einem beständigen Wachstum unterlegen ist. Es bleibt also abzuwarten, ob es Amazon gelingen könnte, in den nächsten Quartalen sogar den Marktführer Apple zu überholen und die Konkurrenz aus dem Technik-Segment weiter hinter sich zu lassen.