Trump wettert - wieder einmal - gegen die FED

Und täglich grüßt das Murmeltier: US-Präsident Donald Trump hat nun wieder die FED, die Notenbank der Vereinigten Staaten, attackiert. „Leider ist die FED zu unabhängig“, so Trump. Er will - und das ist fast schon unüblich für den 45. Präsidenten - den FED-Chef jedoch nicht feuern. Wohl auch deshalb, weil Powell im Februar diesen Jahres selbst von Trump nominiert wurde.

Donald Trump weiß natürlich ganz genau, wie man Stimmung gegen Organisationen, Einrichtungen und Menschen machen kann - nun ist, wieder einmal, die Notenbank Federal Reserve, kurz: FED, an der Reihe. „Ich weiß, die FED ist meine größte Bedrohung“, so Donald Trump gegenüber dem Sender „Fox Business“. Trump werfe der FED vor, die Zinsen würden zu schnell erhöht werden; zudem sei die Notenbank auch „viel zu unabhängig“. Schon seit Monaten befindet sich die FED im Kreuzfeuer des Präsidenten - ihm gehe nämlich die geldpolitische Straffung viel zu schnell. Zudem befürchte Donald Trump auch, die höheren Leitzinsen könnten den Wirtschaftsaufschwung abwürgen.


„Ich werde Powell nicht feuern“

In den letzten Wochen wurden die Angriffe von Seiten des Präsidenten immer stärker. „Ich glaube, die FED ist verrückt geworden“, so Trump, der sich auch über Jerome Powell, den amtierenden Notenbankchef, beschwerte, der im Februar jedoch selbst von ihm nominiert wurde. Wird Powell also demnächst gefeuert werden? „Nein. Ich werde Powell natürlich nicht feuern“, so Trump. Scheint der Präsident nun zurückhaltender zu werden? Wohl kaum. Vorwiegend wird Powell nicht gekündigt werden, weil Trump den Chef der Notenbank wohl auch nicht „einfach so“ absetzen kann. Sollte der Notenbankchef gehen müssen, so ist mehr notwendig als nur die Uneinigkeit über die Richtung des Weges bezüglich der Geldpolitik.


Von Seiten der FED werden keine politischen Faktoren berücksichtigt

Jerome Powell betonte nach der dritten Leitzinserhöhung, die im September beschlossen wurde, die FED bleibe „natürlich unabhängig“ und sprach davon, „keine politischen Faktoren“ zu berücksichtigen.