TU München gewinnt die Hyperloop Pod Competition

Mit dem Hyperloop hat der Tesla-Gründer Elon Musk die nächste revolutionäre Geschäftsidee zur Veränderung der Mobilität entwickelt. Dies bezüglich veranstaltete nunmehr die dritter Hyperloop Pod Competition, welche erneut von der Technischen Universität München gewonnen wurde.

Das WARR-Hyperloop-Team der TU München legte ein besonders bescheidenes Verhalten im Rahmen der Enthüllung ihres dritten Hyperloop-Pods an den Tag. Dies lag insbesondere an den Erwartungen, welche die Münchener nicht weiter schüren wollten. Gabriele Semino, einer der Projektleiter von WARR-Hyperloop bestätigte im Voraus, dass der Hyperloop-Pod eine theoretische Geschwindigkeit von 600 Kilometer pro Stunde erreichen könne. Ein praktischer Test konnte im Voraus jedoch nicht realisiert werden, sodass keine Aussage über die tatsächliche Geschwindigkeit getroffen werden konnte. Und tatsächlich blieb die Kapsel der Münchener unter der erwarteten Maximalgeschwindigkeit. Allerdings war dies nicht ausschlaggebend, sodass das deutsche Team mit der 70 Kilogramm leichten Kapsel gewinnen konnte.

 

Spitzengeschwindigkeit von 467 km/h

Bereits im vergangenen Jahr veranstaltete Elon Musk und dessen Unternehmen SpaceX diesen Wettbewerb, der es als Ziel vorsieht einen technischen Prototypen eines Pods mit einer maximalen Geschwindigkeit durch die 1,2 Kilometer lange Röhre zu schicken. Die Besonderheit dieser Röhre ist ein Niederdruck von 0,4 Bar. Die Strecke zieht sich neben dem SpaceX-Hauptquartier entlang. In Summe nahmen 20 Teams am Wettbewerb teil, die aus der gesamten Welt angereist sind. Teilnehmen am finalen Lauf durften jedoch nur die Teams, die in den vorherigen Tests die strengen Abnahmen der SpaceX-Ingenieure schafften und Trockenläufe ohne Vakuum durchliefen.

Nach einer Vorlaufzeit von 40 Minuten, in der die Luft aus der Testsäule entfernt und die Kapsel verladen wurde, erreichte das Münchener Team eine Spitzengeschwindigkeit von 467 Kilometer pro Stunde. Mit dieser Geschwindigkeit erreichte das Team der TU eine neue Spitzengeschwindigkeit und schlug sogar den Pusher-Pod, der von Elon Musk, Tesla und SpaceX entwickelt wurde. Laut den Aussagen des WARR-Hyperloop-Teams war die Leistung des Pods sogar gedrosselt, da die Strecke für die Geschwindigkeit und das entsprechende Bremsmanöver nicht ausgelegt war. Dieser Erfolg ist jedoch der dritte konsekutive Gewinn der Münchener, denn bereits im ersten und zweiten Wettbewerb erzielten die Münchener Rekorde mit Geschwindigkeiten von 94 und 324 Kilometern pro Stunde.

 

Zweiter Platz weit abgeschlagen

Der zweite Platz musste sich mit Abstand geschlagen geben, denn der Pod der niederländischen TU Delft erreichte vergleichsweise niedrige 142 Kilometer pro Stunde. Allerdings hatte das Team nach der Anreise mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. So schmorte unter anderem die Leiterplatte des Pods durch. Auf dem dritten Platz landete das schweizerische Team der ETH Lausanne. Die Höchstgeschwindigkeit des Pods lag bei 88,5 Kilometer pro Stunde.

Neben dem Geschwindigkeitsrekord gewann das WARR-Team jedoch noch einen der drei Innovationspreise. Im Rahmen des Nebenwettbewerbs entwickelten die Studierenden einen Magnet-Leviations-Pod, der über 25 Meter kontaktlos über eine Strecke schwebte. Laut Elon Musk seien die Ergebnisse der Studierenden umwerfend. Demnach sei es nicht besonders wichtig zu gewinnen, sondern an dieser technischen Entwicklung zu arbeiten. Vor allem neue technische Möglichkeiten und Transportkonzepte sollen im Rahmen des Wettbewerbs angeregt werden, sodass die Mobilität nachhaltig verändert werde.