Über 3000 Tesla-Angestellte entlassen

3.000 Mitarbeiter musste der Tesla-Chef Elon Musk entlassen. Diese ließen ihren Frust auf einer Online-Plattform freien Lauf. Und dort kommt Elon Musk gar nicht gut weg.

Der Autohersteller Tesla hatte auch schon bessere Tage erlebt. So wurden intern Warnungen verlautbart, dass demnächst die Nachfrage nach dem Model 3 einbrechen wird. Zurzeit warten viele Kunden auf die 35.000-Dollar teure Version des Model 3. In Europa ist die Nachfrage nach den Tesla-Modellen ebenfalls am schwinden. Aus Norwegen und den Niederlanden sind Zahlungen bekannt, die zeigen, dass im Januar nur ein paar Dutzend Tesla-Modelle verkauft wurden. Auch intern läuft nicht alles rund. So fehlen den Tesla-Fahrern die Ersatzteile, um überhaupt noch richtig fahren zu können. Schwerer wiegt da die Entlassung von rund 3.000 Mitarbeitern. Das sind gut sieben Prozent der Angestellten.
 

Beschwerden häufigen sich auf Glassdoor

Ihrem Ärger können die entlassenen Mitarbeitern auf Glassdoor Luft machen. Dabei handelt es sich um eine Internetplattform, auf der Mitarbeiter ihre Arbeitgeber benoten können. Die Benotungen werden dann zu einer Durchschnittsbewertung zusammengefasst. Teslas Bewertung liegt zurzeit bei 3,4. Die Höchstnote ist 5. Bereits seit einem Jahr sinkt die Durchschnittsnote kontinuierlich. Auf Glassdoor kann sich jeder anmelden und einen Arbeitgeber bewerten. Ein Nachweis, dass derjenige auch wirklich bei Tesla und anderen Firmen angestellt war, ist dazu nicht nötig. So kann es durchaus passieren, dass eine sinkende Benotung herbei manipuliert wurde. Jedoch ergeben die Kommentare der ehemaligen Mitarbeiter ein einheitliches Bild. Gut 2.500 Bewertungen zu Tesla sind zusammengekommen. Und die Kommentare spielen alle auf die internen Probleme und schlechten Arbeitsbedingungen an. So beschweren sich viele Kommentatoren, dass die Kündigungen sehr plötzlich geschahen. Dabei schien es nicht um eine gezielte Umstrukturierung des Unternehmens zu gehen, sondern um lediglich durch die Entlassungen Kosten zu sparen. Ein ehemaliger Tesla-Mitarbeiter zum Beispiel schrieb, dass vor allem Angestellte entlassen wurden, die schon länger bei Tesla arbeiteten. Die Kündigungen hatten dabei nichts mit der Qualität der Arbeit der Entlassenen zu tun. Darüber hinaus sollen die Kündigungen ohne offensichtlichen Plan verlaufen seien. Mitarbeiter wurden gefeuert, die gerade erst noch ein Einstellungstraining absolviert hatten und dann nur acht Tage bei Tesla arbeiteten.
 

Auch Musk kommt nicht gut weg

Einer der Ex-Mitarbeiter, ein ehemaliger Manager und Teil des Führungsteams in Fremont, lässt kein gutes Haar an Elon Musk selbst. Sein Führungsstil sei durch die Verbreitung von Angst gekennzeichnet. Außerdem traue sich kein Mitarbeiter, ihm zu widersprechen, da Musk zu sehr von sich selbst überzeugt sei und daher keine Widerworte gelten ließe. Darüber hinaus berichtet ein Showroom-Manager, wie Manager die Pausenzeiten nicht einhielten und neue Mitarbeiter vertrieben.