UN-Klimaabkommen: Bloomberg bezahlt US-Beitrag

Eine Abkehr vom Pariser Klimaabkommen kommt für den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg nicht infrage. Die Stiftung des Politikers will den fälligen Jahresbeitrag für 2018 nun selbst bezahlen. Die insgesamt 4,5 Millionen Dollar werden der UNO von mehr als tausend Unternehmen zur Verfügung gestellt.

UN-Klimaabkommen: Trump möchte Neuverhandlungen

Mit mehr als 5,1 Milliarden Dollar ist die USA der zweitgrößte Klimafinanzier. Dies soll sich bald ändern, denn die USA möchte aus dem erst 2015 abgeschlossenen UN-Vertrag aussteigen.
US-Präsident Donald Trump teilte bereits im Juni 2017 mit, die USA werde aus dem Abkommen wieder austreten. Als Begründung nannte er die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft der USA, da der Vertrag Arbeitsplätze in der heimischen Industrie gefährden würde.
Um sein Vorhaben umzusetzen, würde Trump allerdings eine zweite Amtszeit benötigen, da der formelle Ausstieg frühestens Ende 2020 möglich ist.
Donald Trump schließt allerdings nicht aus, dass die USA doch noch Teil des Klimaabkommens bleibt. Eine Voraussetzung dafür sind Neuverhandlungen, bei denen unter anderem über die Beiträge sowie die langfristigen Ziele des Abkommens gesprochen werden soll. In der Zwischenzeit möchte der Milliardär Michael Bloomberg für die Zahlung einspringen.

Bloomberg zahlt US-Betrag

Michael Bloomberg setzt sich bereits seit geraumer Zeit für den Klimaschutz ein. Schon als Trump den Ausstieg aus dem Klimaabkommen ankündigte, hatte der Milliardär und frühere Bürgermeister New Yorks eine Initiative für den Verbleib in der wichtigen Kommission gestartet. Unter dem Namen „We Are Still In“ (Wir sind weiter dabei) schlossen sich mehr als tausend Großunternehmen zusammen, um den Mitgliedsbeitrag im Zweifelsfall auch ohne Unterstützung der Regierung zu bezahlen. Darunter finden sich Firmen wie Google, Amazon und Apple, aber auch mehr als 200 Finanzfirmen, Entwicklungsbanken, Städte, Staaten und Regionen, die zusammen 22 Billionen Euro verwalten.
Nun kündigte Bloomberg an, dass seine Stiftung den Betrag für das Jahr 2018 übernehmen wird. "Amerika hat ein Versprechen gegeben. Und als Amerikaner werde ich die Verantwortung übernehmen, wenn die Regierung das nicht tut."
Insgesamt 4,5 Millionen Dollar sollen in den Fundus fließen – Geld, das aufgrund einer früheren Zusage der USA bereits fest für die Umsetzung der Pläne des Ausschusses eingeplant war.