US-Leitindex Dow Jones im Sinkflug

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ist zuletzt auf den tiefsten Stand seit Juli gefallen. Zwar ist er inzwischen wieder gestiegen, dennoch zeigt sich ein Abwärtstrend, der neben Großkonzernen auch andere Indexe betrifft. So sackte der Auswahlindexx Nasdaq um mehr als zwei Prozent ab, während S&P einen Verlust von 1,6 Prozentpunkten hinnehmen musste. Die Gründe für die Turbulenzen an der Börse sind der schwankende US-Dollar und politische Spannungen im Land.


Caterpillar steigert Gewinn, fällt an der Börse

Der US-Baumaschinenhersteller profitiert derzeit vom anhaltenden Bauboom in den USA. Immer mehr Unternehmen setzen auf Modernisierung und Expansion und die Nachfrage nach Baumaschinen stieg in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ebenfalls an. Durch die erhöhte Nachfrage konnte Caterpillar seinen Umsatz im laufenden Quartal auf 13,5 Milliarden Dollar erhöhen. Begleitend dazu stieg auch der Aktiengewinn: auf 2,88 Dollar je Aktien und damit gut einen Dollar mehr als noch vor Jahresfrist.
Die Börse nahm diese Zahlen weniger positiv auf. Weil die Prognose für das Gesamtjahr nicht eingehalten werden konnte, folgte in der vorletzten Oktoberwoche der größte Tagesverlust seit 2015. Ähnlich schwierig ist die Situation bei Volvo.


Volvoaktie leidet unter Strafzölle

Auch für den schwedischen Fahrzeughersteller Volvo lief es an der Börse zuletzt nicht gut. Investoren straften den Konzern unter anderem für die kürzlich verhängten US-Strafzölle ab, welche die Materialkosten deutlich in die Höhe trieben und Volvo damit in die Bredouille brachten. Die Papiere von Volvo liegen derzeit bei knapp 13 Euro – Anfang des Jahres waren es noch bis zu 17 Euro. Diese Werte konnte in diesem Jahr noch nicht erreicht werden.

Die Gründe für die turbulenten Börsenmärkte sind vielfältig. Dennoch gibt es einige deutliche Auslöser. So wirkte sich der amerikanisch-chinesische Zollstreit bislang negativ auf die Wertpapiere aus. Auch die steigenden Zinsen spielen eine Rolle.
Nicht zuletzt wirkt sich auch die angespannte politische Lage auf den Börsenverlauf aus. Der Fall Jamal Khashoggi und US-Präsident Trumps Pläne, das INF-Abrüstungsabkommen zu verlassen, gelten als Hauptauslöser für die Schwankungen.
Der Haushaltsstreit der EU mit Italien belastet vor allem deutsche und italienische Unternehmen. Weil die Zukunft diverser Großkonzerne wie Pizza und Pasta nicht gesichert ist, müssen derzeit viele Investoren mit starken Kursschwankungen rechnen.