Im Porträt: Vermögensverwalter Lothar Koch: „Der Berater kennt seine Kunden am besten“

Das Anlageuniversum der Düsseldorfer Vermögensverwaltung GSAM + Spee Asset Management AG ist sehr umfangreich. Auf diese Weise können die Portfoliomanager vor Ort Wertpapiere und Produkte ganz auf ihre Kunden zugeschnitten einsetzen.

Es klingt wie ein „Buzzword“ aus dem Marketing, wenn Lothar Koch sagt, dass der Kunde bei der Düsseldorfer Vermögensverwaltung GSAM + Spee Asset Management AG immer im Mittelpunkt stehe. Hört man aber genau hin, erkennt man, dass dies nicht nur etwas mit Marketing zu tun hat, sondern in der Praxis wirklich auch so umgesetzt wird. Denn: „Wir haben eine dezentrale Struktur in der Vermögensverwaltung geschaffen, sodass unsere Berater als Repräsentanten vor Ort mit ihren Kunden so arbeiten können, wie es den Anlagewünschen und dem Rendite-Risikoprofil der Kunden entspricht“, erläutert Lothar Koch, Leiter Portfoliomanagement bei GSAM + Spee.

Lothar Koch

Produkte für den optimalen Nutzen der Kunden einsetzen

Das bedeutet: Lothar Koch und seine Kollegen in der Leitung der Vermögensverwaltung haben ein großes Investmentuniversum geschaffen, das sie ständig erweitern und verändern. „Wir wollen keinem unserer Portfoliomanager vorschreiben, welche Wertpapiere und Produkte er für den optimalen Nutzen seiner Kunden einsetzt. Wir arbeiten aber sehr wohl mit einem professionellen Prozess dafür, dass wir Risiken bei den Wertpapieren und Produkten so gut es geht begrenzen, indem wir in unserem Gremium jeden neuen Anlagevorschlag unserer Berater prüfen und freigeben oder in bestimmten Fällen auch ablehnen.“

Dabei stünden sowohl fundamentale als auch technische Kennziffern im Fokus, ebenso werde ein Wertpapier oder Drittprodukt auf die Eignung für Privatkunden hin analysiert. „Wir schauen uns auch die Komplexität an, damit ein Kunde das Produkt auch verstehen könnte. Sobald wir ein Produkt in unser Anlageuniversum aufgenommen haben, ist es für jeden unserer Portfoliomanager zugänglich. Daher müssen wir grundsätzlich klären, ob ein Investment generell für GSAM + Spee Asset Management geeignet ist. Aber für die jeweilige Allokation ist dann wiederum der Berater vor Ort zuständig, der seinen Kunden und dessen Ziele am besten kennt“, betont Lothar Koch.

 

Einsatz externer Manager üblich

Der Vorteil bei GSAM + Spee Asset Management für Kunden und Berater: Es stünden alle Anlageklassen offen, sodass die Portfoliomanager allen Kundenwünschen begegnen könnten. Die Grenzen würden nur durch die Risikoneigung des Kunden begrenzt. Dass die Vermögensverwaltung dabei regelmäßig auch externe Manager einsetzen muss, versteht sich beinahe von selbst. „Wir bilden eine ganze Reihe von Anlageklassen natürlich selbst ab, vor allem europäische und US-Aktien. Je besser der Datenzugriff bei internationalen Werten ist, desto eher können wir selbst als aktiver Manager tätig werden. Ist das nicht der Fall beziehungsweise handelt es sich um Spezialbereiche wie High Yield, Inflationsindexierte Anleihen oder auch Themen wie Impact Investing, nutzen wir die Kompetenzen externer Manager oder setzen passive Instrumente ein. Es hängt eben davon ab, welches Produkt im Rahmen des Anlagehorizonts ins individuelle Risikobudget passt“, beschreibt der Leiter des Portfoliomanagements das Vorgehen.

 

Digitalisierung als Anlagethema immer wichtiger

Lothar Koch spürt übrigens, dass die Nachhaltigkeit als Investmentansatz bei den Kunden immer stärker nachgefragt wird. Darauf habe die Vermögensverwaltung bereits früh reagiert und sich mit der Auswahl von nachhaltigen Direktinvestments sowie der Suche nach passenden externen Managern befasst. Auf diese Weise könne den Kundenwünschen im Sinne der Nachhaltigkeit unmittelbar begegnet werden, auch bereits mit Blick auf die künftigen Verpflichtungen, Nachhaltigkeit als Thema in jeden Beratungsprozess aufzunehmen. Auch die Digitalisierung werde als Anlagethema immer wichtiger. Und so setzten die Portfoliomanager die Titel großer US-amerikanischer Technologieunternehmen als Direktinvestments ein und bildeten Nischen und Spezialthemen wie Hidden Champions über Fonds ab. Noch nicht bei den Kunden angekommen sei der Bereich Blockchain/Kryptowährungen. „Darüber informieren wir unsere Kunden vor allem hinsichtlich der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft. Aber wir setzen keine Kryptowährungen oder ähnliches ein.“

Für die Zukunft sieht Lothar Koch vor allem Zykliker als wichtiges Thema an. Diese könnten laut dem Vermögensverwalter die Gewinner von morgen sein. „Wir sehen die Welt nicht schwarz und weiß im Sinne von Value oder Growth, sondern wollen die Werte und Produkte einsetzen, die das beste Rendite-Risikoprofil aufzeigen. So sehen wir beispielsweise die Automobilindustrie zumindest auf Sicht nicht so kritisch und sind der Meinung, dass darin viele Chancen liegen.