Vodafone findet Lösung in Australien

Der nun entstandene Konzern tritt unter der Bezeichnung „TPG“ auf und kommt auf einen Wert von 9,4 Milliarden Euro. Auch ist eine Notierung an der Börse geplant. Dabei sollen die Aktionäre 49,9 % der Anteilsscheine halten. Vodafone-Hutchison bekommt nach den Plänen deine hauchdünne Mehrheit von 50,1 %. Derzeit hält Hutchison Telecom 50 % der Anteile von Vodafone Australia. Der Rest gehört dem britischen Mutterkonzern Vodafone. Auch ist schon festgelegt, wer CEO der neuen Firma wird. Es handelt sich dabei um Iñaki Berroeta, welcher derzeit Hauptverantwortlicher von Vodafone-Hutchinson ist.
An den Finanzmärkten und der Börse nahmen die Anleger und Investoren diese Nachrichten positiv auf. Die Anteile von TPG-Telecom erfuhren einen Kursgewinn von 15 %. Damit setzte sich ein Trend fort, der schon die Tage zuvor anhielt. Die ersten Spekulationen, dass es zu einem solchen Geschäft kommen könne, befeuerten die Fantasie der Anleger, weshalb der Börsenwert von TPG innerhalb kürzester Zeit um fast 60 % stieg.
 

Interessante Rahmendaten und Fakten

Bei Vodafone Australia handelt es sich um den drittgrößten Mobilfunkanbieter des Kontinents, der hinter Telstra und Optus rangiert. TPG ist mit seinem Netz und seinen Angeboten der zweitgrößte Internet-Dienstleister des Landes. Durch diesen strategischen Zusammenschluss kommt es zu einer besseren Positionierung der beiden Firmen gegenüber dem Marktführer, weshalb sich die Verantwortlichen daraus positive Effekte erhoffen. Sie gehen davon aus, dass sie viele neue Kunden finden und sich so ein profitables Geschäft entwickelt. Der Gewinn von Vodafone Hutchison Australia lag im Jahr 2017 vor allen Steuern, Abgaben und Zinsen bei knapp einer Milliarde Australischer Dollar.
Für Vodafone hingegen liefen die Geschäfte schlecht. Daher kamen in regelmäßigen Abständen Gerüchte auf, dass die Briten die australische Tochter gerne abstoßen möchten oder einen Partner für einen Zusammenschluss suchen. Die immer deutlich steigenderen Kosten für den Unterhalt und der harte Wettbewerb sorgten im ersten Halbjahr für einen Verlust von 60 Millionen Euro. Zwar hat der Konzern 6 Millionen Kunden, doch einer der Hauptkritikpunkte war die schlechte Netzabdeckung. Es kam zu vielen Gesprächsabbrüchen während eines Telefonats, da kein Empfang mehr möglich war. Dadurch stieg die Kundenunzufriedenheit und auch das Image nahm großen Schaden, weshalb die Verantwortlichen nach einer schnellen und einfachen Lösung suchten, die Sie nun in dieser Verbindung fanden.
Die australische Regierung hat jedoch hier auch einen gewissen Einfluss. Diese sprach ein Verbot aus, dass sich Unternehmen aus China an der Verbesserung der Gesamtsituation beteiligen dürfen. Für den neuen Mobilfunkstandard G5 müssen diese Aufgabe andere Konzerne übernehmen. Es gibt verschiedene Betriebe, die von dieser Entscheidung betroffen sind. So sind Huawei oder ZTE die Leidtragenden.