Von Kupons und aktivem Management profitieren: Investieren mit Anleihenfonds

Gerade für institutionelle Anleger, die regelmäßige Ausschüttungen benötigen, können Rentenfonds wie der PIMCO „GIS Euro Bond Fund“ eine interessante Alternative sein.

Dass Aktien seit Jahren das Nonplusultra für eine nachhaltige Rendite sind, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Gerade für geduldige Anleger bietet ein Aktiendepot über die Jahre und Jahrzehnte eine Quelle stetigen Wachstums. Aber: Nicht für alle Investoren sind Aktien geeignet. Gerade institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Stiftungen unterliegen häufig strengen Vorgaben hinsichtlich des Einsatzes von Assetklassen und Finanzprodukten – und Aktien werden dabei weiterhin mit Argwohn und Vorsicht betrachtet.

Warum? Neben der Volatilität der Aktienmärkte liegt das nicht zuletzt an den nur schlecht kalkulierbaren Ausschüttungen der Wertpapiere. Insbesondere wenn institutionelle Anleger wie eben Stiftungen und Pensionskassen auf laufende Erträge zur Erfüllung ihrer Zwecke angewiesen sind, stellen Aktien unter diesem Aspekt ein gewisses Risiko dar.

Für diese Art von Anlegern können Anleihen die richtige Assetklasse sein. Diese fallen vor allem positiv durch ihre regelmäßigen Ausschüttungen (Kupons) auf. Allerdings ist eine Investition weniger leicht, als man denken mag. Denn viele Anleihen sind nur in sehr großen Tranchen erhältlich (beispielsweise in Stückelungen ab 100.000 Euro), so dass eine nicht geringe Anzahl an Papieren auch für professionelle Investoren verschlossen bleibt.

 

Anleihen-Fonds mit Ausschüttungen

Eine Alternative, um von den Vorteilen breit diversifizierter Anleihen-Investments zu profitieren, sind entsprechende Fonds. Ein Beispiel dafür ist der PIMCO „GIS Euro Bond Fund“. Der Fonds ist ein aktiv verwaltetes Portfolio, das primär aus auf Euro lautenden Anleihen beruht und sich an der Multi-Asset-Benchmark „FTSE Euro Broad Investment‑Grade Index“ orientiert. Der „FTSE Euro Broad Investment-Grade Index“ ist ein Index aus Investment Grade-Rentenwerten, die auf Euro lauten und für institutionelle Anleger (in Euro) zugänglich sind.

Die Direktanlage in diesen unverwalteten Index ist nicht möglich, weshalb ein Fonds wie der PIMCO „GIS Euro Bond Fund“, der sich dieser Benchmark annähert, einen interessanten Wert für Investoren darstellen kann. Immerhin weisen die Titel des „FTSE Euro Broad Investment-Grade Index“ einen durchschnittlichen Kupon von 2,2 Prozent auf, was für Ausschüttungs-orientierte Anleger einen deutlichen Mehrwert bietet.

 

Chancen bei sinkenden Zinsen

Das Anlageziel des „GIS Euro Bond Fund“ (ISIN: IE00B0M2YC33) ist eine maximale Gesamtrendite, die im Einklang mit Kapitalerhalt und einer umsichtigen Anlageverwaltung steht. Das aktuelle Fondsvolumen beträgt rund 2,3 Milliarden Euro, das Management bilden Lorenzo Pagani, Andrew Balls und Andrew Bosomworth. Der Fonds wird aktiv gemanagt und bietet zahlreiche Chancen für Anleger. Dazu zählen vor allem eben die laufende Verzinsung der Anleihen und Gewinnchancen bei sinkenden Zinsen – und die kommen schneller kommen, als man denken mag.

Die US-Notenbank Fed beispielsweise lässt die Zinsen trotz Ankündigungen von Steigerungen vorerst unverändert. Und noch mehr: Das könnte sich ändern, falls die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten schlechter läuft. Dann könnten weitere Zinssenkungen folgen. Ebenso betont PIMCO, dass durch den „GIS Euro Bond Fund“ eine stärkere Diversifikation gegenüber anderen Vermögensklassen möglich ist und die Stabilität des Gesamtportfolios erhöht wird.

Das Hauptaugenmerk des Fondsmanagements liegt derzeit auf staatsnahe Anleihen, also auf Rentenpapieren, die immer durch Staaten gesichert sind, auch wenn nicht ursprünglich von ihnen emittiert. Einen weiteren Fokus bilden Investment‑Grade-Anleihen. Die Duration bewegt sich vorrangig zwischen drei und zehn Jahren, sehr kurzlaufende Anleihen werden nur selten eingesetzt. Anleihen aus Deutschland, Spanien und Frankreich bilden die führenden Positionen.

 

Fondsmanagement mit wenig Risiko

Die Kennziffern des Fonds sind durchaus vorzeigbar. Auf Zehn-Jahres-Sicht hat das Anleihenportfolio einen Wertzuwachs von mehr als 60 Prozent erzielt, und auch im schwachen Jahr 2018 hat der „GIS Euro Bond Fund“ ordentliche Ergebnisse gezeigt. Die Verluste waren extrem überschaubar, der Rebound kam schnell, und der Fonds liegt seit Jahresanfang bei rund fünf Prozent.

Dass das Risikomanagement des Fonds funktioniert, zeigen die Volatilität und die Sharpe Ratio. Auf zehn Jahre liegt die Schwankungsbreite bei etwas mehr als drei Prozent, die Sharpe Ratio (also die Überrendite gegenüber dem risikofreien Zinssatz im Verhältnis zur Volatilität) dauerhaft im deutlich positiven Bereich. Denn es gilt: Je höher die Sharpe Ratio, desto weniger Risiko ist das Management zur Erreichung der Rendite eingegangen.

Apropos Ausschüttungen: Das nachhaltige Wachstum des „GIS Euro Bond Fund“ wird mit laufenden Kuponzahlungen kombiniert. Diese liegen aktuell durchschnittlich bei 1,45 Prozent, sodass Investoren mit diesen Erträgen für ihre Zwecke planen können.