Warum die Tech-Konzerne so erfolgreich sind

Auch wenn US Präsident Donald J. Trump gegen Amazon wettert und Facebook noch längst nicht den Datenschutzskandal ausgestanden hat, so scheinen die Unternehmen aber keinesfalls wirklich unter Druck zu geraten. Im Gegenteil - trotz starken Gegenwinds sind die Tech-Konzerne so erfolgreich wie noch nie.


Unternehmen feiern immer größere Erfolge

Es ist kein Geheimnis, dass die Politiker - ganz egal von welchem Staat - einen immer stärkeren Druck auf die Tech-Konzerne ausüben. So haben die Kartellwächter bereits Facebook und Google untersucht; auch Donald Trump scheint mit Amazon ein neues Feindbild gefunden zu haben. Zudem gibt es noch zahlreiche Verbraucherschützer, die sich vor allem um die Jugend sorgen, da Smartphones eine immer wichtigere Rolle spielen. Man könnte meinen, die Tech-Konzerne seien zum Abschuss freigegeben - das hindert sie aber nicht daran, noch erfolgreicher zu werden. Denn ganz egal, wie stark die Unternehmen attackiert werden - die Ideen funktionieren und die Geschäfte laufen so gut wie noch nie. Milliarden Menschen nutzen die angebotenen Dienste und Produkte. Blickt man in die Geschäftsergebnisse der Unternehmen, so gibt es keine Anzeichen vom sogenannten "Tech-Lash".



Apples Gewinnhöhe ließ den Kurs des Wertpapiers nach oben klettern

13,8 Milliarden US Dollar - eine Summe, die selbst Experten und Insider überraschte. Hier handelt es sich um den Gewinn des Handyherstellers Apple, der innerhalb der ersten drei Monate des Jahres 2018 erzielt werden konnte. Somit konnte der Konzern eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Jahr erzielen. Schlussendlich verkaufte Apple über 52 Millionen Smartphones - selbst das iPhone X, das immer als zu teuer bezeichnet wurde, konnte sich am Ende doch noch durchsetzen. Natürlich hat die Veröffentlichung des Gewinns dafür gesorgt, dass die Aktie des Unternehmens in die Höhe kletterte. Das Wertpapier legte um 4 Prozent zu - aktuell beläuft sich der Marktwert des Unternehmens bei 836 Milliarden US Dollar. Somit ist Apple zudem auch das teuerste Unternehmen an der Börse.


Amazon überholte Alphabet

Auch wenn der Konzern als klassischer Hersteller von Luxusartikeln ein eigenes technisches Ökosystem geschaffen hat, so gab es doch, bezugnehmend auf die Gewinnhöhe, auch andere Tech-Konzerne, die sogar noch bessere Ergebnisse lieferten - so etwa Amazon. Der Online-Händler konnte einen drastischen Gewinnanstieg melden, der in weiterer Folge den Kurs des Wertpapiers um mehr als 7 Prozent nach oben klettern ließ. Somit konnte der Marktwert - innerhalb eines Tages - um rund 70 Milliarden US Dollar gesteigert werden. Nun ist Amazon sogar wertvoller als Alphabet. Jeff Bezos, Gründer und Chef von Amazon, der rund 16 Prozent der Aktien des Unternehmens besitzt, bleibt somit auch weiterhin der reichste Mensch auf unserem Planeten. Sein Vermögen beläuft sich auf rund 132 Milliarden US Dollar.


Wie lautet das Rezept des Erfolgs?

In den Zahlen von Apple und Amazon zeigt sich aber auch, dass den Tech-Konzernen eine wichtige Veränderung offenbar problemlos gelungen ist - die Verbreiterung der Dienstleistungen. Selbstverständlich ist Apples iPhone noch immer der Gewinnbringer des Konzerns, aber auch die anderen Angebote scheinen unaufhörlich zu wachsen. So auch, wenn man sich mit Amazon befasst: Amazon mag zwar ein Online-Händler sein, hat aber das Geschäftsfeld derart erweitert, sodass nicht nur Bücher verkauft werden, sondern auch Mitglieder - Stichwort: Prime - gewonnen werden, die ebenfalls einen großen Teil des Unternehmenserfolgs ausmachen.