Warum einige Unternehmen ihre Markennamen radikal verändert haben

Nach der Umbenennung von Marken, Unternehmen oder Produkten, wollen diese moderner und globaler wirken. Jedoch muss bei einer Namensänderung einiges beachtet werden, damit die Kunden nicht verwirrt werden oder im schlimmsten Falle abwandern.

Das wohl berühmteste Beispiel einer Namensänderung war von Raider zu Twix zu beobachten. Im Jahr 1976 wurde der Schokoriegel unter den Namen Raider in England eingeführt. In den USA gab es den Schokoriegel Twix bereits schon 1979. Im Jahr 1991 folgte dann weltweit die Umbenennung von Raider zu Twix. In Deutschland wurde die Veränderung des Markennamens durch den Slogan: „Raider heißt jetzt Twix, … sonst ändert sich nix“ vermarktet. Der Hintergrund dieser weltweiten Angleichung war besonders die Vereinheitlichung der Produktion, des Vertriebes und Marketings. Zudem wollte das Unternehmen moderner wirken und Missverständnisse aufgrund der Übersetzung umgehen. Die englische Bedeutung von Raider bedeutet nämlich Räuber bzw. Plünderer und sorgte laut Unternehmen für Missverständnisse.

Auch unser Finanzportal CAPinside hieß bis April 2018 noch anders (vorher: CAPITALinside). Einige Unternehmen wurden erst erfolgreich, nach dem diese ihren Namen geändert haben. Viele Firmen entscheiden sich zu diesen Schritten, um die Kommunikation zu vereinfachen. Auch die folgenden Weltkonzerne vollzogen eine Namensänderung:

Die Google Gründer Larry Page und Sergey Brin nannten die Suchmaschine zu Beginn Backrub. Heute heißt das gesamte Unternehmen Alphabet (Dachgesellschaft), und die Suchmaschine weiterhin Google. Instagram hieß zum Start Burbn, änderte diesen Namen jedoch, um den Nutzen für ihre Zielgruppe klarer zu kommunizieren.

Viele Unternehmen wählen einen Namen, der mit Bildern oder Wortspielen assoziiert wird, beispielsweise Snapchat (Kombination aus Snapshot und Chat). Die Kommunikationsplattform Skype hieß zu Beginn Sky-Peer-to-Peer, danach Skyper und schließlich Skype.

Andere Unternehmen haben auch eigene Markensprachen bzw. Begriffe hervorgerufen, wie beispielsweise Google mit „googeln“, Twitter mit „Tweets“, „Retweets“ und „Hashtags“, sowie Facebook mit „liken“.