Warum Gold und Silber vor einem Comeback stehen

Was könnte eine sinnvolle Anlagealternative im Umfeld steigender Inflationsraten sein? Aus Sicht von Schmitz & Partner sind dies Gold und Silber, eine seit langem zu Unrecht vernachlässigte Vermögensklasse.

Vor wenigen Wochen waren noch Schlagzeilen in der Presse zu lesen wie „Rätselhafter Gold-Absturz“, „Viele Anleger lassen Gold links liegen“, „Wie tief kann der Goldpreis noch fallen?“, „Wer kauft denn jetzt noch Gold?“ oder auch „Der Goldpreis fällt ... und keiner weiß warum“.

Tatsächlich ist der Preis für Gold seit Anfang 2018 um rund zehn Prozent gefallen. Der Preis für Silber ist in den ersten neun Monaten des Jahres sogar noch stärker um fast 15 Prozent eingebrochen. Dieser deutliche Preisverfall von Gold und Silber in den vergangenen Monaten ist auch der Hauptgrund für das unbefriedigende Abschneiden des Schmitz & Partner Global Defensiv Fonds in letzter Zeit. Mit einem Gold- und Silberanteil von knapp 30 Prozent des Fondsvermögens erklärt sich das derzeitige Minus in der Fondspreisentwicklung.

Die meisten Marktbeobachter und Rohstoffanalysten können schon seit einiger Zeit den Rückgang des Goldpreises nicht nachvollziehen. Das mache weder fundamental noch aus sonstigen Gründen Sinn. Einer der möglichen Erklärungsversuche für den schwachen Goldpreis ist die enorme Anzahl von Short-Kontrakten auf das Edelmetall, die zurzeit auf historischer Rekordhöhe liegen. Mit diesen Gold-Leerverkäufen wetten Spekulanten auf weiter fallende Goldnotierungen.

 

Der Trend dreht sich

Doch inzwischen scheint sich die Situation zu ändern. „Morgenröte bei Gold“, und „Bodenbildung bei Gold“ lauten nun die Headlines in den Zeitungen. Und die Finanz und Wirtschaft schreibt: „Im Goldpreis ist viel Negatives schon enthalten. Die aktuell laufende Bodenbildung am Goldmarkt könnte sich als starkes Fundament für eine gesunde, mittelfristige Aufwärtsbewegung erweisen. Somit ist derzeit der ideale Zeitpunkt für langfristige Investoren, einen strategischen Goldanteil im Portfolio aufzubauen.“

Ein weiterer, insbesondere langfristiger Vorteil von Gold ist der Erhalt der Kaufkraft. Gerade in Zeiten wieder anziehender Inflationsraten ist dies ein wichtiges Argument, wie folgendes Beispiel verdeutlichen soll: Auf dem größten Volksfest der Welt, dem Münchener Oktoberfest, kostet dieses Jahr eine Maß Bier im Mittel 11,10 Euro. Damit hat sich der Preis seit dem Jahr 2000 in Euro gerechnet fast verdoppelt. In den 1950er Jahren kostete eine Maß (zurückgerechnet) noch weniger als ein Euro! Aber anders als Papiergeld hat das Edelmetall Gold seine Kaufkraft seither erhalten. Für eine Unze Gold (31,1 Gramm) gab es auch in diesem Jahr auf der Wiesn 93 Maß Bier – genauso viel wie im Jahr 1950.

 

 

Silber noch stärker unter Druck

Noch stärker als der Goldpreis ist in den vergangenen Jahren der Silberpreis gefallen. Dadurch ist das Verhältnis vom Gold- zum Silberpreis (wie viele Unzen Silber kosten eine Unze Gold) auf einen Wert von 84 angestiegen und liegt damit auf dem höchsten Stand seit 25 Jahren! Normalerweise schwankt dieser Wert zwischen 50 und 70.
In der Vergangenheit war dieser Term ein recht zuverlässiger Indikator, um Wendepunkte für die relative Entwicklung der beiden Edelmetallkurse vorherzusagen. Blickt man auf vergangene Zeitperioden, in denen das Gold-Silber-Verhältnis auf einen größeren Wert als 80 angestiegen war, signalisierte dies zuverlässig Umkehrpunkte: Silber verteuerte sich anschließend im Vergleich zu Gold, und in der Regel setzte diese Bewegung recht bald nach Auftreten des Signals ein.

Aus der Sicht von Schmitz & Partner haben wir auf Basis dieser Fakten folgerichtig im Schmitz & Partner Global Defensiv Fonds den Silberanteil am Fondsvermögen höher gewichtet als den Goldanteil.