Welche Risiken bestehen für das deutsche Erfolgsmodell?

Diese Faktoren bestimmen Deutschlands Zukunft.

In den vergangenen beiden Jahren konnte Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg immer weiter wachsen. Dies war vor allem durch heimische Nachfrage sowie Exporte möglich. Trotz allem enthält das deutsche Erfolgsmodell viele Kritikpunkte, welche in nächster Zeit einen negativen Einfluss nehmen könnten. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Einflussfaktoren den deutschen Markt in naher Zukunft schädigen könnten. 

 

Diese sieben Risiken bedrohen das deutsche Erfolgsmodell  

1.) Sinkender Privatkonsum

Laut einer Untersuchung ist das Einkommen der Menschen in Deutschland, verglichen mit der Wirtschaftsleistung, definitiv gesunken. Da die Gehälter allerdings durchaus nominal als auch real gestiegen sind, wird dieser Rückgang, durch die niedrigeren Zinsen und gleichzeitig höheren Steuern, begründet. Der Anteil des privaten Konsums am Bruttoinlandsprodukt lag in den Jahren von 1995 bis 2005 bei ungefähr 55 Prozent. 2017 lag dieser Anteil lediglich bei 51 Prozent.

 

2.) Niedrige private Investitionen

Durch den Arbeitskräftemangel, welcher immer weiter steigt sowie das Produktivitätswachstum, welches immer geringer ausfällt, werden in Deutschland immer weniger private Investitionen ausgeführt. Ebenso hängt dies mit der immer älter werdenden Bevölkerung zusammen. Somit kann ersichtlich gemacht werden, dass private Investitionen zum Ende des letzten Jahrhunderts, noch ungefähr 13 Prozent der Wirtschaftsleistung einnahmen. Heute sind dies nur noch rund 11 Prozent.

 

3.) Schwache Banken

Es kann festgestellt werden, dass große deutsche Banken, im Vergleich zu ihren Konkurrenten, immer schlechter abschneiden. Selbstverständlich hängt dies auch mit den veralteten Systemen, welche diese Banken benutzen, den hohen Kosten sowie den geringen Renditen im Bezug auf das Eigenkapital, zusammen. Immer noch haben die großen Banken mit den Hinterlassenschaften der Finanzkrise, dem strukturellen Wandel sowie den niedrigen Zinsen zu kämpfen. Letztere bereiten auch der Lebensversicherungsindustrie immer größer werdende Probleme. Aufgrund dieser Probleme erwirtschaften Banken momentan relativ wenig Gewinn.

 

4.) Steigende Hauspreise

Aufgrund der niedrigen Zinsen, der steigenden Löhne sowie dem Andrang von Migranten, erfreut sich der Markt der Eigentumswohnungen immer größerer Beliebtheit. Gleichzeitig werden von der Bundesregierung, beim Bau eines Hauses, immer mehr Hürden gestellt. Aufgrund dessen fordert der IWF, diese Hürden zu vermeiden oder mindestens zu reduzieren. So kann in weiterer Folge auch der Finanzsektor stabilisiert werden. Das Problem hierbei liegt allerdings an den Banken, welche relativ wenig Geld erwirtschaften und somit keine Möglichkeit aufweisen, einen Puffer zu bilden.

 

5.) Demografie

Eine Prognose besagt, dass das Ausmaß der Arbeitskräfte in Deutschland ab dem Jahre 2020 sinken wird. Diese Kosten müssen dann anderweitig gedeckt werden. Die sinkende Anzahl von Arbeitskräften kann durch die Zuwanderung nicht gestoppt werden, da das Altern der Bevölkerung die Zuwanderung übertrifft. Momentan wird sehr oft gefordert, einen Anreiz für ältere Arbeitnehmer anzubieten, damit diese länger im Berufsleben tätig sind. Hierbei wird es auch nicht ausgeschlossen, dass Unternehmen für die Einstellung von Älteren Zuschüsse, in welcher Form auch immer, erhalten sollten.

 

6.) Langsames Internet

Es ist von hoher Bedeutung, Investitionen in ein Hochgeschwindigkeitsdatennetz zu investieren. So könnte Deutschland den Platz eines Innovationsvorreiters einnehmen und langfristig beibehalten.

 

7.) Zurückhaltende Investitionen

Es gibt eine Menge an Bereichen, in denen die Bundesregierung einige Investitionen durchführen könnte. Diese wären neben der digitalen Infrastruktur die Förderung von Unternehmensgründungen. Darüber hinaus müsste die Kinderbetreuung für die allerkleinsten ausgebaut werden, um mehr Frauen zum Aufnehmen einer Arbeit zu ermutigen. Auch die Verkehrsinfrastruktur ist nicht irrelevant. Grundsätzlich müsste der Staat mehr in die Bundesrepublik investieren.