Weltbanketat wird um 13 Milliarden Dollar erhöht

Auch die USA haben nun einer Kapitalerhöhung der Weltbank über 13 Milliarden Dollar zugestimmt.

Die Etaterhöhung war schon länger diskutiert worden, bislang aber von den USA, die eine Sperrminorität haben, mit Skepsis betrachtet worden. Die USA hatten befürchtet, die Kapitalerhöhung käme nur aufstrebenden Wirtschaftsnationen wie beispielsweise China zugute. Jetzt stimmten bei der Frühjahrstagung in Washington die 189 Mitgliedsstaaten für die Erhöhung des Etats.

 

Mehr Kapital und Reformen

 

Die Erhöhung des Weltbankkapitals soll mit einer Reform der Bank und der Kreditvergabe einhergehen und so insgesamt für mehr Effizienz der Bank sorgen.

Durch eine verstärkte Kostenkontrolle und Gehaltsbeschränkungen sollen die Verwaltungskosten gesenkt und zugleich die Vergabe von Krediten für private Investitionen in Entwicklungsländern verstärkt werden. Die Finanzierungskosten für Länder mit höherem Wohlstandsniveau werden angehoben. Unter anderem wollen die Mitgliedsstaaten so dafür sorgen, dass den Herausforderungen des Klimawandels, hoher Flüchtlingszahlen und Pandemien begegnet werden könne.

 

Weltbankpräsident und Mitglieder zufrieden mit Vereinbarung 

 

Der Präsident der Weltbank nannte die Entscheidung für die Kapitalerhöhung "historisch". Sie bezeuge ein "erneuertes Vertrauen in die globale Kooperation" der Mitglieder. Durch die Kapitalerhöhung könne die Kreditvergabe bis zum Jahr 2030 auf 100 Milliarden Dollar steigen. 2017 wurden Kredite in Höhe von 60 Milliarden Dollar vergeben, 2018 sollen insgesamt 80 Milliarden Dollar aufgewendet werden.

US-Finanzminister Steven Mnuchin teilte mit, zusammen mit den vereinbarten Reformen der Weltbank seien die zuvor geäußerten Bedenken gegenüber einer Kapitalerhöhung nun ausgeräumt. Der stellvertretende Finanzminister Zhu Guangyao erklärte, China unterstütze das Vorhaben, die neuen Kreditregelungen müssten aber weiter für jedes Land anhand der unterschiedlichen Voraussetzungen geprüft werden. Deutschland hält 5 Prozent Anteile an der Weltbank und trägt die Kapitalerhöhung mit rund 550 Millionen Euro mit.

Der entsprechende Beschluss soll bei der nächsten Tagung der Weltbank im Herbst verabschiedet werden.