„Wenn Italien aus dem Euro austritt, ist Deutschland der Verlierer“

Zwar ist auch im politisch traditionell instabilen Italien eine Koalition dieser zwei Parteien alles andere als sicher, doch klar ist: Beide plädieren für einen Austritt aus dem Euro.

La dolce vita: Nicht nur im Filmklassiker von 1960 genossen Marcello Mastroianni und Anita Ekberg das süße Leben. Auch heute lässt man es sich in Italien gern gutgehen – ganz besonders, wenn andere die Kosten tragen. Für deutsche Steuerzahler dürfte der Spaß teuer enden.

Die Parlamentswahlen in Italien im März 2018 brachten zwei Gewinner hervor: Erstens die MoVimento 5 Stelle, in Deutschland besser bekannt als Fünf-Sterne-Bewegung, und zweitens die Lega, die sich ehemals Lega Nord nannte. Diese zwei populistisch geprägten Gruppierungen vereinnahmten 33 beziehungsweise 17 Prozent der Stimmen auf sich. Sollten sie ein Regierungsbündnis eingehen, wäre das übertragen auf deutsche Verhältnisse in etwa so, als würde Sahra Wagenknecht Bundeskanzlerin und Alexander Gauland ihr Vize – ein schwer vorstellbares Szenario.

Zwar ist auch im politisch traditionell instabilen Italien eine Koalition dieser zwei Parteien alles andere als sicher, doch klar ist: Beide plädieren für einen Austritt aus dem Euro. Matteo Salvini, Parteivorstand der Lega, bekräftigte kurz nach dem Urnengang nochmals, dass Italien der Gemeinschaftswährung den Rücken kehren sollte. Dies spricht dafür, dass es sich nicht nur um Wahlkampfrhetorik handelt.

Doch warum sind die Italiener so kritisch gegenüber dem Euro? Schließlich empfing das Land innerhalb der EU nicht nur langfristig hohe Transferzahlungen aus den nördlichen – und produktiveren – Ländern. Zudem sorgte gerade die Währungsunion dafür, dass Italien seine immensen Staatsausgaben an den Märkten zu Mini-Zinsen finanzieren konnte. Hinzu kommt: Die hierdurch erzielten Einnahmen wurden für Konsumzwecke verbraucht, nicht für Reformen der heimischen Wirtschaft. Dabei wären gerade sie dringend nötig. Denn das italienische Bruttoinlandsprodukt liegt noch immer um sieben Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2008.

In Italien ist jedoch die Meinung populär, dass es um die heimische Wirtschaft nicht trotz, sondern gerade wegen des Euro so schlecht bestellt ist. Denn aus früheren Lira-Zeiten war man es gewohnt, die eigene Währung einfach abzuwerten, wenn die Wirtschaft wieder einmal einen Stimulus für die internationale Wettbewerbsfähigkeit benötigte. Dies war allemal einfacher und angenehmer, als unpopuläre Maßnahmen anzugehen, die wirkliche Produktivitätssteigerungen bewirkt hätten.

Ein Blick auf das Ausmaß des finanziellen – und politisch verursachten – Desasters liefern die Target2-Salden. Dies sind Überziehungskredite, die sich lokale Geschäftsbanken innerhalb der Euro-Zone über ihre nationalen Notenbanken besorgen konnten. Italien ist mit Abstand größter Schuldner innerhalb des Systems. Auf mehr als 433 Milliarden Euro häufte sich das Defizit im Januar 2018 auf. Und diese Summe wird weder verzinst, noch kann sie von den Gläubigern fällig gestellt werden.

Sollte Italien wirklich aus dem Euro austreten, wären seine Verbindlichkeiten für die Gläubigernationen unweigerlich verloren. Und dabei stünde Deutschland ganz oben auf der Verliererliste. Denn der Forderungsbestand der Bundesbank beläuft sich inzwischen auf über 882 Milliarden Euro. Und auch politisch wäre der Euro mit dem Austritt der noch immer drittgrößten Volkswirtschaft am Ende. Keine guten Aussichten für deutsche Steuerzahler und Sparer.

Was also sollte man tun, um das eigene Vermögen bestmöglich zu schützen? Meine Empfehlung ist, es in Produktivkapital zu investieren, also in Aktien. Und zwar in Papiere außerhalb der durch überbordende Staatsverschuldung gefährdeten Euro-Zone. Hierbei bieten sich insbesondere die Schweiz und Norwegen an, deren Volkswirtschaften wettbewerbsfähig und deren Währungen langfristig stabil sind. Genau diese Strategie verfolge ich mit den von mir gemanagten Fonds Schmitz & Partner Global Offensiv und Schmitz & Partner Global Defensiv.

Über SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement Die SCHMITZ & PARTNER AG - Privates Depotmanagement mit Sitz im Tessin, Schweiz, wurde 1997 zur individuellen Betreuung anspruchsvoller Kunden im Vermögens¬-verwaltungsbereich gegründet. Die SCHMITZ & PARTNER AG arbeitet partnerschaftlich mit der 2005 ebenfalls von Dr. Holger Schmitz gegründeten Schmitz & Cie. GmbH – Individuelle Fondsberatung mit Sitz in München zusammen. Dr. Schmitz ist bereits seit 1988 im Fach der Vermögensverwaltung tätig und arbeitete mehrere Jahre bei der FIDUKA Depotverwaltung im direkten Austausch mit Börsenlegende André Kostolany zusammen, bevor er sich 1993 selbständig machte. Neben der individuellen Beratung und dem persönlichen Depotmanagement erhalten Kunden durch die Kooperation mit der SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement die Möglichkeit, in zwei sich ergänzende Vermögensverwaltungs¬fonds zu investieren: Den Schmitz & Partner Global Offensiv sowie den Schmitz & Partner Global Defensiv.