Wie Crowdfunding steuerlich absetzbar ist

Zur Finanzierung von Projekten gibt es verschiedene Ansätze, allerdings ist insbesondere das Crowdfunding ein populärer Ansatz, um Kapital für ein gemeinsames Projekt zu sammeln. In besonderen Fällen lassen sich diese Investitionen sogar von der Steuer absetzen. Allerdings müssen Investoren hierbei auf einige Voraussetzungen, welche im Folgenden vorgestellt werden, achten.

Crowdfunding kann in einigen Fällen abgesetzt werden 

In den letzten Jahren erlebte das Crowdfunding eine wahre Renaissance. Dieser Finanzierungsansatz ist mittlerweile sehr beliebt, wenn es um die Finanzierung eines neuen Projekts geht. Mit etwas Geschick lassen sich die Investitionen sogar steuerlich geltend machen. Hierbei müssen Steuerzahler jedoch auf einige Voraussetzungen achten, die nicht bei jeder Form des Crowdfunding geboten werden. Somit erkennt das Finanzamt auch nicht jede Form des Crowdfundings an.

Im Grundsatz muss die Unterstützung des Projekts einem uneigennützigen Zweck dienen. Die Zahlung muss zudem an einen gemeinwohlorientierten Empfänger fließen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, so kann die Investition als Spende geltend gemacht werden. Diese Aussage bestätigt auch Isabel Klocke, die für den Bund der Steuerzahler aktiv ist.

 

Klassisches Crowdfunding zählt nicht als Spende 

Allerdings geht aus den Auflagen des Bundesfinanzministeriums hervor, dass Zahlungen im Rahmen eines klassischen Crowdfundings nicht als Spende akzeptiert werden. Begründet wird diese Entscheidung mit dem Zweck der Investition, denn die Investoren verlangen in der Regel eine Gegenleistung für die veranlasste Unterstützung. Oftmals handelt es sich hierbei um ein vergünstigtes Produkt oder eine Software. Auch das Crowdinvesting wird als nicht absetzbar eingestuft, da die Unterstützer dem Startup das Geld in Form eines verzinsten Darlehens zur Verfügung stellen. Dieses Verfahren wird von Startups aufgrund der schlechten Bonität und der hohen Zinskosten bevorzugt. Dennoch wird diese Zahlung nicht als Spende akzeptiert.

 

Spenden-Crowdfunding ist ein akzeptierter Ansatz 

Akzeptiert werden dahingegen Investitionen, die im Rahmen des sogenannten Spenden-Crowdfundings generiert werden. Hierbei handelt es sich um Spendenzahlungen, die im Zusammenhang mit einem festen Spendenziel stehen. Die gesammelten Mittel werden nur bei einer Zielerreichung an die Projektveranstalter weitergeleitet. Wichtig bei dieser Finanzierungsform ist der Umstand, dass weder die Investoren, noch das organisierende Crowdfunding-Portal eine Gegenleistung erhalten. Werden die gesammelten Mittel anschließend an eine steuerbegünstigte Organisation oder für einen gemeinnützigen Zweck zu Verfügung gestellt, so darf diese Spende im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Dieser Umstand führt dazu, dass Investoren überlegen sollten, ob eine Zahlung steuerlich abgesetzt werden kann. Ist eine Zahlung mit einer Gegenleistung wie einem technischen Produkt oder einer entsprechenden Software verbunden, so ist die Zahlung nicht absetzbar. Daraus resultiert, dass lediglich Zahlungen ohne eine entsprechende Gegenleistung und mit einem gemeinnützigen Ziel als Spende angesetzt werden können.