Wie kann man an der Börse von steigenden Ölpreisen profitieren?

Die Ölpreise steigen immer weiter – und das werden sie noch lange tun. Zwar gibt es zwischenzeitlich auch immer wieder Zeiten der Entspannung, doch die Tendenz ist eindeutig: Zwischen 2001 und 2018 hat sich der Preis für ein Barrel Öl mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist auch logisch, denn auf der Welt gibt es immer mehr Autos, Einwegverpackungen aus Plastik oder Energieträger die Öl benötigen. Gleichzeitig versiegen die Quellen immer weiter, der Vorrat geht also zur Neige. Es gibt unterschiedliche Schätzungen, wie lange das Erdölvorkommen noch ausreicht. Sie unterscheiden sich zum Teil erheblich, doch in einem Punkt sind sie sich einige: Die Vorräte sind nicht endlich.

Der Bedarf an Öl steigt hingegen immer weiter. Die Energieagentur IEA prognostiziert, dass die Weltbevölkerung in absehbarer Zukunft einen täglichen Bedarf von 100 Millionen Barrel Öl pro Tag haben wird, derzeit sind es 96 Millionen Barrel pro Tag. Nicht nur der kontinuierliche Rückgang der Vorkommen wird den Preis langfristig noch weiter in die Höhe treiben, sondern auch die Frage, ob der steigende Bedarf in Zukunft überhaupt abgedeckt werden kann. Liegt die tägliche Grundnachfrage eines Tages über dem, was die Ölkonzerne an die Erdoberfläche fördern können, wird das Öl an denjenigen verkauft, der am meisten zahlt. Dieses Szenario könnte sogar politisch gewollt sein: Die OPEC-Staaten haben sich bereits in der Vergangenheit darauf geeinigt, die Fördermenge zeitweise zu drosseln. Dieser Vereinbarung schlossen sich sogar Staaten an, die nicht zur OPEC gehören.

 

In die Technik von morgen investieren

Jetzt ist die Zeit des Umdenkens gekommen. Es ist der richtige Moment gekommen, um in alternative, umweltfreundlichere Technologien zu investieren. An der Börse handeln schon Unternehmen, die sich mit der Produktion von Brennstoffzellen befassen. Brennstoffzellen könnten eines Tages die meisten unserer Autos antreiben. Wer in diese Unternehmen investiert und deren Anteile kauft, kann aus der stetig wachsenden Ölpreiskrise als Gewinner hervorgehen. Denn diese Firmen entwickeln in die Zukunft, sie haben auch in mehreren Jahrzehnten noch eine Grundlage für ihr Geschäft. Sie gehen weg von den fossilen Brennstoffen Öl und Kohle und fokussieren sich darauf, Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu gewinnen.

Doch es gibt noch viele weitere Unternehmen aus verwandten Branchen in die es sich zu investieren lohnt. Denn es beschäftigen sich viele Startups mit den Themen E-Mobilität, Nachhaltigkeit und Energiegewinnung. Sie sind zwar nicht an der Börse zu finden, dafür aber auf entsprechenden Plattformen im Internet. Sie können entweder dadurch unterstützt werden, indem man Unternehmensanteile kauft oder indem man in die Entwicklung ihrer Projekte investiert. Denn nicht selten werden solche Entwicklungen als Crowdfunding-Projekte durchgeführt. Das hat den Vorteil, dass die Unterstützer später beispielsweise Rabatte erhalten, wenn die Produkte auf dem Markt sind.
 

Auf den Preis spekulieren

Wer weniger an die Zukunft denkt, sondern vor allem an die eigene Profitmaximierung, der kann an der Börse aber direkt auf die Ölpreise wetten. Es stehen entsprechende Derivate, die auf einen steigenden oder fallenden Kurs spekulieren, zum Kauf bereit. Übrigens, wer heute große Ölvorräte kauft, der kann auch für die Zukunft vorsorgen. Denn eine Sache ist sicher: Die Preisspirale wird sich weiter nach oben drehen.