Wie man sich erfolgreich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet

Wer die Hürde einer erfolgreichen Bewerbung bewältigt, das Unternehmen auf sich aufmerksam und sich einen Namen gemacht hat, muss nur noch in Person von sich überzeugen. Das Vorstellungsgespräch ist die eigentliche Herausforderung im Bewerbungsprozess und es gibt viele Bewerber, die mit hoher Anspannung auf den persönlichen Austausch mit dem Wunscharbeitgeber blicken. Wie in vielen Fällen kommt es aber vor allem auf eine gute Vorbereitung an. Die richtige Planung und Organisation sorgen nicht nur für eine höhere Erfolgschance, sondern auch für mehr allgemeine Sicherheit im Gespräch.


1. Die richtige Vorbereitung nach der Einladung

Schon kurz nach der Einladung geht es darum, dass man sich Gedanken darüber macht, wie die eigene Person beim potentiellen neuen Arbeitgeber ankommt. Es gibt verschiedenste Aspekte, die in einem Vorstellungsgespräch eine Rolle spielen können. Neben einem Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen geht es natürlich auch darum, zu beweisen, dass man sich mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Die folgenden Eckpunkte sollten daher bei der Vorbereitung auf ein solches Gespräch helfen:

  • Stärken und Schwächen: Zu den klassischen Fragen im Vorstellungsgespräch gehört die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen. Hier sollte man Punkte auswählen, die nicht arrogant aber selbstbewusst wirken. Ehrliche Schwächen, die nicht unbedingt einen Einfluss auf das eigene Arbeitsprofil haben, sind ebenfalls hilfreich.
  • Arbeitgeber: Welche Philosophie steht hinter dem Unternehmen? Wer wird der voraussichtliche Partner im Vorstellungsgespräch? Und welche Eckpunkte sind gut zu wissen, wenn man danach gefragt wird, warum man sich gerade für diese Firma entschieden hat?
  • Position: Die Bewerbung für eine bestimmte Position geht auch immer mit einer klaren Vorstellung einher, in welche Richtung man gehen möchte. Das eigene Profil sollte klar definiert sein, damit man dieses mit Sicherheit und Selbstbewusst herüberbringen kann.

Mit diesen grundlegenden Punkten kann man dafür sorgen, dass man für alle eventuellen Fragen gerüstet ist. Zudem wirkt man informiert und kann auf Fragen über das Unternehmen im Gespräch antworten. Diese Eventualitäten geben eine hohe Sicherheit und senken die typische Nervosität vor einem Gespräch.


2. Planspiele und Kommunikation helfen bei der Vorbereitung

Für viele Bewerber sind die Fragen weniger der Grund für die Nervosität als die eigene Schüchternheit. Sie wissen nicht sicher, wie sie sich verkaufe können und wie sie auf bestimmte Dinge reagieren. In der Tat spielen Auftreten, Gestik und Mimik eine wichtige Rolle dabei, wenn man einen anderen Menschen von sich überzeugen möchte. Und wie in vielen Dingen, ist es hier vor allem so, dass die Übung dabei weiterhilft, dass die nötigen Erfahrungen gemacht werden. Allerdings möchte man natürlich nicht mit der Hilfe vieler wenig erfolgreicher Vorstellungsgespräche diese Erfahrung machen.

Eine Möglichkeit ist, dass man diese verschiedenen Dinge in den heimischen vier Wänden prüft. Zusammen mit Verwandten oder Freunden kann das Vorstellungsgespräch durchgespielt werden. Wer sich ein wenig mit dieser Form der Vorbereitung beschäftigt, wird am Ende deutlich mehr Sicherheit haben, wenn die reale Situation eingetreten ist. Diese Erfahrungen sollten gerade dann gemacht werden, wenn man bisher nur wenige Erfahrungen im Umgang mit echten Vorstellungsgesprächen gesammelt hat.

3. Das richtige Auftreten am Tag des Gesprächs

Am eigentlichen Tag des Bewerbungsgespräches gibt es nur noch wenige Dinge auf die zu achten ist. So sollte man zum Beispiel ausreichend Zeit einplanen und natürlich die Strecke kennen. Zwar sollte man auch nicht 30 Minuten vor dem eigentlichen Termin aufschlagen - vor der Tür zu warten ist im Zweifel aber immer noch besser als am Ende zu spät zu kommen. Beim Outfit kommt es allerdings stark darauf an, auf welche Position und bei welchem Unternehmen man sich bewirbt. Während in der Kanzlei oder beim Steuerberater der Anzug noch immer unausgesprochene Pflicht ist, kann dieses Outfit in einer modernen Werbeagentur oder bei einem jungen Unternehmen als "too much" wirken. Auch hier ist also ein wenig Recherche nötig, damit der richtige Ton getroffen wird.


Mit diesen Tipps und Vorbereitungen sollte es einfach sein, dass man das Vorstellungsgespräch erfolgreich meistert und sich eine Chance auf den Traumjob sichert, auf den man sich beworben hat.