Wie Neuseeland mit einer neuen Steuer den lokalen Händlern helfen kann Neuseeland führt "Amazon-Steuer" ein

Die Regierung Neuseelands will nun durchgreifen und ein Steuerschlupfloch stopfen, das in den letzten Jahren vor allem lokale Händler unter Druck gesetzt hat. Stuart Nash, der Finanzminister Neuseelands, kündigte diesbezüglich eine neue Steuer an, sodass Online-Käufe im Ausland an Attraktivität verlieren. Vor allem soll die Steuer dafür sorgen, dass der US-Riese Amazon in Schach gehalten werden kann. Schlussendlich sei nämlich die Konkurrenz aus Übersee der Grund, warum die lokalen Händler immer mehr in Bedrängnis kommen würden.


Neuseeland besteuert nun Online-Einkäufe aus dem Ausland

Noch winkt das Land Online-Bestellungen mit einem geringen Warenwert durch - das heißt, ist der Warenwert gering, so muss der Neuseeländer keine Mehrwertsteuer in Höhe von 15 Prozent bezahlen. Die Grenze liegt hier bei 400 Neuseeland-Dollar (rund 234 Euro). Doch das Steuerschlupfloch, das vorwiegend die lokalen Händler benachteiligt, soll nun mit Oktober 2018 endgültig der Vergangenheit angehören. Das heißt: Neuseeländer müssen ab Oktober auch dann eine Mehrwertsteuer von 15 Prozent bezahlen, obwohl der Warenwert unter 400 Neuseeland-Dollar liegt. Wird die 400 Dollar-Grenze überschritten, so muss die Bestellung zudem auch noch verzollt werden. Somit will Stuart Nash die aktuelle Ungleichbehandlung in den Griff bekommen, da bislang ausschließlich die lokalen Händler in Neuseeland durch die aktuellen Regelungen benachteiligt wurden. Schlussendlich ist in den Läden der lokalen Händler immer eine Mehrwertsteuer zu bezahlen; greift man auf das Online-Angebot zurück, konnte man Geld sparen. Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet, Nash geht jedoch davon aus, dass sich das Parlament nicht gegen die Pläne stellen wird.


Eine "faire" Regelung

Die Regelung, die mit Oktober in Kraft treten werde, sei "fair", so Nash. Neuseeland darf sich dann über weitere Millionen freuen, die wieder investiert werden können. "Wir gehen davon aus, dass im ersten Jahr Steuereinnahmen von 57 Millionen US Dollar erzielt werden können. Bis zum Jahr 2022 sollen es um die 87 Millionen US Dollar werden", so Nash.