Im Porträt: Rhein Asset Management und der spezielle Selektionsprozess

Wie wählt ein Vermögensverwalter externe Produkte aus? Rhein Asset Management hat dafür einen speziellen Prozess geschaffen.

Kein Vermögensverwalter kann alle Assetklassen, Regionen und Themen dieser Welt selbst als aktiver Manager abdecken. Das erwarten Kunden aber auch gar nicht – sie wollen vielmehr die Gewissheit, dass der Vermögensverwalter in der Lage ist, für die jeweilige Herausforderung die richtige Lösung zu liefern und dabei auch über den Tellerrand hinauszudenken.

Dr. Martin Stötzel

Der unabhängige Vermögensverwalter Rhein Asset Management (Luxemburg und Düsseldorf) hat sich seit der Gründung vor mittlerweile 20 Jahren konsequent auf die Ansprüche einer gehobenen privaten und institutionellen Kundschaft spezialisiert. „Diesen Kunden wollen wir Mehrwerte durch individuelle Konzepte bieten. Dafür kombinieren wir unsere eigene Expertise im Management aller liquiden Anlageklassen mit dem Einsatz externer Produkte“, beschreibt Gründer und Managing Partner Dr. Martin Stötzel den Ansatz des Hauses.


Gute Berater kennen ihre Kunden

Das liquide Vermögensmanagement hat Rhein Asset so strukturiert, dass die Berater nach eigenem Ermessen investieren dürfen. Das garantiert eine hohe Individualität für jeden Kunden. Die Investmententscheidungen werden vor dem Hintergrund einer festen Marktmeinung und dem Anlagehorizont und Rendite-Risikoprofil des Kunden getroffen. „Gute Berater haben einen engen Kontakt zu ihren Kunden und wissen daher, was dieser wirklich will. Durch eine kontinuierliche Beziehungspflege fallen die Anlageentscheidungen natürlich leichter, um die besten Ergebnisse zu schaffen“, sagt Martin Stötzel.

Der Einsatz von Drittprodukten unterliegt bei Rhein Asset Management einem strengen Investmentprozess, der weit über die Analyse typischer Kennziffern hinausgeht, wie Matthias Schäfer aus dem Portfoliomanagement der Gesellschaft erläutert. „Wir werfen eine Vielzahl von Fragen vor jedem Investment in einen Fonds oder ein anderes Finanzprodukt auf. Suchen wir ein aktives oder passives Investment? Um welchen Managerstil handelt es sich, welche Markterwartung steht im Fokus und mit welcher Benchmark sollen die Ergebnisse verglichen werden? Das sind nur einige der Fragen, mit denen wir in die Produktprüfung gehen.“


Warum war ein Fonds gut?

Entscheidend für die Vermögensverwalter ist es, das „Warum“ hinter jedem Produkt zu hinterfragen, also: Warum war der Fonds gut? Warum hat er bestimmte Ergebnisse in einer bestimmten Marktphase erbracht? Warum könnte der Fonds in der Zukunft eine gute Beimischung für ein Depot darstellen? „Uns interessiert das ‚Big Picture‘ vielmehr als die Rendite der vergangenen Jahre. Wir brauchen Gewissheit, in eine tragfähige Struktur zu investieren und wollen dafür das Handwerk des Managers kennenlernen. Wir messen seine aktive Leistung, denn wenn ein Manager weitgehend nur dem Markt folgt, können wir in dem Spezialbereich auch auf passive Instrumente ausweichen und damit Kosten maßgeblich senken“, sagt Matthias Schäfer.

Matthias Schäfer

Martin Stötzel hebt hervor, dass diese umfassenden Analysen besonders vor dem Hintergrund des Risikomanagements wichtig seien. „Indem wir die Strategien der Manager genau kennen und antizipieren, können wir diese in unser Risikomanagement integrieren und daraus unsere Entscheidung ableiten. Wenn sie nicht dort hineinpassen, setzen wir sie auch nicht ein, auch wenn bestimmte andere Kriterien vielleicht für ein Investment sprechen.“ Ebenso sei eine Grundvoraussetzung, dass es keine wesentlichen Überlappungen mit bestehenden Investments gebe – denn daraus könnten wiederum Risiken entstehen. „Nehmen wir beispielsweise einen Fonds mit Technologiefokus. Dieser kann natürlich extrem gut, aber wenn diese Werte bereits im Depot vorhanden sind, kann es dadurch zu einem Klumpenrisiko kommen. Diese negativen Szenarien gilt es natürlich zu verhindern, indem wir zunächst prüfen, ob die Struktur aller Produkte zueinander überhaupt stimmt.“