Zentralbanken im Goldrausch

2019 war ein gutes Jahr für Gold. Vor allem die Notenbanken sorgten für eine hohe Nachfrage nach dem glänzenden Edelmetall. Doch geht dieser „Kaufrausch“ auch 2020 weiter, und wie können Anleger von dieser Entwicklung profitieren?

Die Währungshüter haben Gold lange belächelt, doch 2019 hat das glänzende Edelmetall ein kleines Revival erlebt. Von Januar bis Dezember 2019 stieg der Preis um über 18 Prozent an. Aktuell müssen Anleger rund 1.575 US-Dollar für eine Feinunze (31.1 Gramm) bezahlen, und der Trend zeigt weiter nach oben. „Ein wichtiger Treiber für diese Entwicklung war die hohe Nachfrage der Zentralbanken“, sagt Michael Scholtis, Vorstand und Fondsmanager der Plutos Vermögensverwaltung AG.

 

Notenbanken als Treiber

Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres haben die Notenbanken nach Angaben des World Gold Council Gold in Höhe von 547,5 Tonnen nachgefragt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 haben die Zentralbanken ihre Bestände um 651,5 Tonnen des Edelmetalls aufgestockt – die bis dahin höchste Nachfrage seit dem Ende von Bretton Woods Anfang der 1970er Jahre. Obwohl endgültige Zahlen bislang noch nicht vorliegen, gehen Experten davon aus, dass diese Menge in 2019 problemlos erreicht wurde.

 

Michael Scholtis, Vorstand und Fondsmanager der Plutos Vermögensverwaltung AG

 

Die gesamten von allen Zentralbanken gehaltenen Goldreserven beziffert der World Gold Council mit über 34.000 Tonnen. Mit über 8.000 Tonnen führt die USA die Liste an. Auf Platz zwei und drei folgen Deutschland (3.300 t) und der Internationale Währungsfonds (2.800 t). Doch die stärksten Goldkäufer waren in den ersten drei Quartalen in 2019 bislang andere. Allen voran Russland, China, die Türkei und Polen haben ihre Goldbestände massiv aufgestockt. Vor allem Russland und China sind bedeutende Goldproduzenten und haben neben den Zukäufen auf dem internationalen Markt die inländische Produktion deutlich ausgeweitet.

 

Gold als Währungsreserve

Für Notenbanken stellt Gold seit jeher einen wichtigen Bestandteil der offiziellen Währungsreserven dar. „Historisch hatten die Edelmetallreserven die Funktion, die Golddeckung einer Währung zu gewährleisten. Heute dienen sie als Rücklage, die im Fall einer Krise schnell liquidiert werden kann“, erläutert der erfahren Fondsmanager Scholtis. Russland hält beispielsweise mit ca. 2.242 Tonnen (Stand September 2019) über 20 Prozent der eigenen Währungsreserven in Gold, während das Edelmetall in der Volksrepublik mit 1.948 Tonnen lediglich drei Prozent der chinesischen Reserven ausmacht. Die Bundesbank zum Vergleich hält hingegen 73 Prozent der Währungsreserven Deutschlands in Form von Gold.

 

Warum Notenbanken Gold kaufen

Die Gründe für das große Interesse der Zentralbanken an dem gelben Metall sind vielfältig. Ein Hauptpunkt sind die wachsenden geopolitischen Unsicherheiten und die Eintrübung der weltweiten Konjunkturaussichten. Vor allem der Handelskrieg zwischen China und den USA sorgt für Krisenstimmung und lässt Anleger und Zentralbanken in den vermeintlich sicheren Hafen Gold flüchten. Ein weiterer wichtiger Grund: Viele Notenbanken wollen sich unabhängig vom US-Dollar machen. Zwar gilt der US-Dollar als Reservewährung der Welt, Gold allerdings kann seinen Wert niemals ganz verlieren und ist damit der ideale Wertspeicher. Hinzu kommt, dass der Greenback handelspolitischen Risiken ausgesetzt ist, die das Wachstum außerhalb der USA negativer beeinflussen als die amerikanische Wirtschaft im Inland.

Zusätzliche Nachfrage nach Gold entsteht aber auch durch die Notenbanken der Schwellenländer, die sich dem Einfluss der USA entziehen und eventuellen Sanktionen vorbeugen möchten. Vor allem bei China und Russland erkennt man, dass sie sich stückweise vom US-Dollar lösen und durch Goldkäufe ihre eigene Währung stabiler machen wollen. Zudem dienen die Goldkäufe der Schwellenländer dazu, sich gegen einen Währungsverfall und das exzessive Gelddrucken der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank zu schützen. Aber auch Notenbanken aus den entwickelten Industrienationen kaufen weiter Gold, obwohl ihre Bestände bereits vergleichsweise hoch sind. Auch hier dient der Goldkauf zur Absicherung eines möglichen Währungsverfalls.

 

Am Goldrausch partizipieren

Doch wird sich der Trend zum Goldkauf auch 2020 bei den Notenbanken weiter fortsetzen? Michael Scholtis ist überzeugt, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Schließlich seien weder die geopolitischen Spannungen noch die künftigen Beziehungen Großbritanniens mit der EU oder die griechische Schuldenkrise gelöst. Sofern Investoren an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren möchten, bietet sich neben Aktien von Goldproduzenten oder Münzen und Barren auch ein Investment in den dynamischen Mischfonds Plutos Gold Plus an. Der Fonds konzentriert sich auf Aktien von Goldminen und weitere Rohstoffproduzenten und profitiert derzeit von der hohen Nachfrage nach dem gelben Edelmetall. Dank seiner flexiblen Ausrichtung kann das Portfolio des Fonds je nach Marktsituation angepasst werden. Dabei stehen dem Plutos Gold Plus zur Risikooptimierung grundsätzliche sämtliche Assetklassen, wie beispielsweise Aktien, Anleihen oder auch Währungen, zur Verfügung. Für Investoren, die in Gold investieren möchten, könnte der Fonds somit eine interessante Alternative darstellen.

 

Sie möchten die Vermögensexperten der Plutos Vermögensverwaltung AG persönlich treffen?

Dazu haben Sie Gelegenheit am 29. und 30. Januar 2020 beim 19. FONDS professionell KONGRESS in Mannheim.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit dem Fondsmanager des Plutos Multi Chance Fund, Thomas Käsdorf. Die Vorstände des Vermögensverwalters aus Hessen, Michael Scholtis und Kai Heinrich, sind ebenfalls vor Ort mit dabei und freuen sich darauf, Sie kennenzulernen.

 

Michael Scholtis
Mail: michael.scholtis@plutos.de

Telefon +49 69 660 55 91 27

 

Oder kontaktieren Sie gern Ihren CAPinside-Ansprechpartner:

Henrik Wagener

Mail: hw@capinside.com

Telefon: +49 40 89 720 776-86