Zerrüttung in der Eurozone: Herausforderungen einer arrangierten Ehe

Zwei Jahrzehnte nach der Entstehung der Eurozone scheint der Bund der (arrangiert anmutenden) Ehe zwischen den Mitgliedsländern bestenfalls brüchig und wird nun durch anhaltende, globale Störfaktoren auf eine noch härtere Probe gestellt.

ei einer arrangierten Ehe hofft man, dass sich das Paar nach der Heirat irgendwann lieben lernt. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht. Zwei Jahrzehnte nach der Entstehung der Eurozone scheint der Bund der (arrangiert anmutenden) Ehe zwischen den Mitgliedsländern bestenfalls brüchig und wird nun durch anhaltende, globale Störfaktoren auf eine noch härtere Probe gestellt.

PIMCOs Secular Forum hat kürzlich klar herausgestellt, dass diese Störfaktoren, darunter der Populismus, die Technologie, die Demografie und ein Abschwung in China, unsere Einschätzung infrage stellen könnten, dass die Weltwirtschaft in den nächsten drei bis fünf Jahren auf dem Weg zu einer „Neuen Normalität“ bleiben wird, die von schwachem Wachstum, niedriger Inflation und niedrigen Zinssätzen gekennzeichnet ist.

Leider ist eine solche Neue Normalität wahrscheinlich das Beste, worauf die Eurozone hoffen kann. Angesichts hoher öffentlicher und privater Schulden, einer rasch alternden Bevölkerung und Anzeichen dafür, dass die Inflationserwartungen auf sehr tiefen Niveaus festgezurrt sind, glauben wir, dass Europa so etwas wie eine Japanifizierung drohen könnte, also ein Zustand der langfristigen Stagnation. Vor allem aber deuten die fragile Konjunktur und die halbherzige Einheit in der Eurozone darauf hin, dass die Währungsunion für Verwerfungen anfälliger sein könnte als andere Wirtschaftsräume. Betrachten wir nun, wie die fünf von PIMCO ermittelten Störfaktoren jeweils eine Gefahr für die Eurozone darstellen könnten und ob die Anleger weiterhin Chancen in der Region finden können:

  1. China: Der Konjunkturabschwung in China und die Zunahme der globalen Handelsspannungen sind für die Eurozone besonders schädlich. Aufgrund ihres Leistungsbilanzüberschusses von rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist die Eurozone sehr stark vom globalen Konjunkturzyklus abhängig. Das gilt vor allem für Deutschland, die größte Volkswirtschaft in Europa, das in seiner Leistungsbilanz mit mehr als sieben Prozent einen der höchsten Überschüsse weltweit ausweist. Die Exporte in Länder außerhalb der Eurozone machen rund...

Lesen Sie weiter auf pimco.de



Wollen Sie mehr über die innovativen Anlagelösungen von PIMCO erfahren? Dann melden Sie sich jetzt zu unserer exklusiven Veranstaltung an.

Als zuverlässiger Partner steht PIMCO seinen Kunden seit rund 5 Jahrzehnten zur Seite. Profitieren auch Sie von der jahrelangen Expertise des weltweit führenden Vermögensverwalters.

Treffen Sie das Management von PIMCO persönlich beim HVT Event, am 11. November 2019, in Hamburg. 

Hier anmelden.