Zurück zur Normalität – Das Comeback der Volatilität an den internationalen Aktienmärkten

Die Zinsstrukturkurvenverschiebung in den USA und Handelsstreitigkeiten (Strafzölle) führten zu einer Umkehr an der Volatilitätsfront.

Im Rückblick auf das Kalenderjahr 2017 lässt sich ohne Zweifel konstatieren, dass sich die traditionellen internationalen Aktienmärkte in einem historisch niedrigen Volatilitätsumfeld bewegten und flächendeckend rückläufige implizite Volatilitäten in allen Laufzeitbändern zu beobachten waren. Den besten Aufschluss darüber gibt der CBOE Volatility Index (VIX), der die erwartete Schwankungsbreite des S&P500 der nächsten 30 Tage ausdrückt und am 13. April sein 25-jähriges Jubiläum markierte. Den Blick auf den US-Markt und die Häufigkeitsverteilung des VIX gerichtet geht das Kalenderjahr 2017 (siehe Abbildung 1, rotes Histogramm) als ein historisches Low-Vola-Jahr in die jüngere Geschichte ein. So lag der Medianwert des VIX 2017 bei nur 10,85 im Vergleich zum längerfristigen Median von 13,74 seit 2013.

 


Abbildung 1: Häufigkeitsdiagramm CBOE Volatility Index (VIX) 2017 (rot), seit 31.12.2012 (schwarz) auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg

 

Die Volatilität ist wieder zurück

Im Februar 2018 endete diese Low-Vola-Phase mit dem VIX-Sell-Off an der Chicago Board Options Exchange abrupt: Die Zinsstrukturkurvenverschiebung in den USA und geopolitische Unruhen wie auch die von den USA initiierten Handelsstreitigkeiten (Strafzölle) führten zu einer Umkehr an der Volatilitätsfront. Vergleicht man die Verteilung des VIX im Jahr 2018 (siehe Abbildung 2, blau) mit den vergangenen Jahren (schwarz) sowie insbesondere mit dem Jahr 2017 (rot), so hebt sich das aktuelle Kalenderjahr mit signifikant erhöhten impliziten Volatilitäten stark ab. Diese werden aus den am Markt gehandelten Optionsprämien über Optionsbewertungsmodelle (z.B. Black&Scholes-Modell) ermittelt und sind nicht direkt beobachtbar. Die Optionen bzw. Optionsprämien verteuerten sich und preisten die erhöhten Unsicherheiten für die künftige Entwicklung des US-Aktienmarktes ein.

 


Abbildung 2: WDF CBOE Volatility Index (VIX) seit 31.12.2012 (schwarz), 2017 (rot), bis 15/05/2018 (blau), auf der Basis von Tagesschlusskursen, Quelle: Nordlux, R, Bloomberg

 

Konstruktion attraktiver Prämienprofile durch Optionsstrategien

Derivative Finanzinstrumente ermöglichen Investitionen in die Volatilität als Anlageklasse. Dabei bieten regulierte Terminbörsen wie u.a. die European Exchange (EUREX) und die CME Group (CME, CBOT, NYMEX, COMEX) standardisierte und liquide handelbare Instrumente um Volatilitätsstrategien umsetzen zu können. Die Ausgestaltung der Optionsstrategie ermöglicht über die Wahl des Ausübungspreises eine individuell definierbare Festlegung des Risikopuffers, welcher sich aus der Differenz des aktuellen Kurses des Basiswerts und dem zugrundeliegenden Strikepreis zuzüglich der vereinnahmenden Optionsprämie ermitteln lässt.

Die in den ersten Monaten des neuen Jahres eingetroffenen „Risk-Off“-Zeitpunkte - Fat-Tails der Häufigkeitsverteilung - (siehe auch Abbildung 2) –  stellten Opportunitäten für das Eingehen von Stillhalterstrategien („Short Volatilität“) dar. Bei exemplarischer Betrachtung des modellierten Zeitwertverfalls einer klassischen out-of-the-money Put Option wird die Charakteristik der stetigen Vereinnahmung von Optionsprämien im Zeitablauf deutlich.

 

Weitere Infos zur erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie im UCITS-Fondsmantel finden Sie unter www.nordlux-fonds.lu. Treffen Sie unsere Fondsmanager am 19. Juni 2018 auf der Funds Excellence in Frankfurt:  die Teilnahme ist kostenfrei - Ihre Anmeldung können Sie unter www.fundsexcellence.com durchführen. 

 


Zum Autor
Florian P. Konz (Portfolio Manager) ist seit 2015 Mitglied des Nordlux-Fondsmanagements und Co-Portfolio Manager des Nordlux Strategie Fonds (LU0725384472). Der Wirtschaftsmathematiker (Bachelor of Science) verantwortet das Quantitative Risikomanagement und Financial Modeling der Nordlux und absolviert derzeit das Chartered Financial Analyst® (CFA) Programm.

Zum Unternehmen
Die eigentümergeführte Fondsboutique Nordlux Vermögensmanagement S.A. ist ein unabhängiger Spezialist für traditionelle und alternative wertorientierte Anlagestrategien. Als verlässlicher Partner an der Seite ihrer Kunden, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1972 zurückreichen, zeichnet die Nordlux bei der Verwaltung des ihr anvertrauten Anlagevermögens ein Höchstmaß an Transparenz, Unabhängigkeit und Flexibilität aus. Mit 36 Mitarbeitenden, deren durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 14 Jahren liegt, betreut die Nordlux heute ein Anlagevolumen von über 700 Mio. Euro. In acht Fondskonzepten beweisen die markterfahrenen Fondsmanager, dass sich aktives und konsequentes Portfolio- und Risikomanagement aus tiefster Überzeugung für unsere Anleger auszahlt.