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CAPinsideAsien2 MIN LESEDAUER16.05.2018

Asiengeschäft „Schlüssel zu breiterem globalen Erfolg“

Laut Christian Sewing, dem neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, kann das Finanzinstitut nur eine relevante Rolle für Anleger spielen, wenn auch in Asien eine starke Position gesichert wird.

Der neue Chef der Deutschen Bank sieht im Asiengeschäft einen Profittreiber und lobt dieses dementsprechend. Aufgrund der angekündigten Verkleinerung des Asiengeschäfts erwarten viele Mitarbeiter des deutschen Finanzinstituts unsichere Zeiten.


Starker Markt in Asien soll zukünftigen Erfolg sichern

Laut Christian Sewing, dem neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, kann das Finanzinstitut nur eine relevante Rolle für die Anleger spielen, wenn auch in Asien eine starke Position gesichert wird. Dies gab der CEO im Rahmen eines Investorenforums in Singapur bekannt. Dieses Investorenforum ist für die gesamte Bank von hoher Relevanz, denn für Sewing ist dies der erste Auftritt auf dem wichtigen asiatischen Markt, seitdem er die Rolle des Vorstandsvorsitzenden bekleidet. Laut den Aussagen Sewings ist das Geschäft in Asien der Schlüssel für den globalen Erfolg der Bank.

Seit seinem Amtsantritt versucht Sewing die Moral in der Bank zu steigern. Insbesondere die Krisen der letzten Jahre sorgten dafür, dass die Moral der Mitarbeiter an einem Tiefpunkt angelangt ist. Zudem wird in Zukunft ein umfassender Stellenabbau stattfinden, um eine Neustrukturierung der Bank zu avisieren. Im Rahmen seiner Rede sprach Sewing zudem von einem Abbau des lokalen Geschäfts in Asien, der zusammen mit dem Bereich Corporate Finance rationalisiert werden soll. Konkrete Angaben über die Ausgestaltung des Stellenabbaus gibt es dahingegen noch nicht. Allerdings stellt Asien einen wichtigen Markt für das deutsche Traditionshaus dar, denn bereits vor 150 Jahren expandierte die Bank nach China und Japan und bot somit die ersten Dienste außerhalb Deutschlands an.


Asien nimmt fundamentale Rolle im globalen Geschäft ein

Bereits damals wusste die Bank, dass der asiatische Raum eine fundamentale Rolle im Rahmen des globalen Geschäfts einnehmen wird. Insgesamt 88 der Top 100 globalen Kunden tätigen zudem Geschäfte im asiatischen Raum. Bestätigt wurden diese Aussagen von einer Unternehmenssprecherin, die insbesondere für den Markt Hongkong zuständig ist. Dennoch erwarten insbesondere die asiatischen Mitarbeiter, dass negative Auswirkungen auf ihre Arbeitsplätze spürbar werden. Zudem wächst auch die Angst unter den US-amerikanischen Mitarbeitern. Bereits zu Beginn diesen Monats flog Sewing in die USA, um die Moral der dortigen Mitarbeiter zu stärken. Insbesondere die Gerüchte über eine mögliche Geschäftsaufgabe in den USA belasten die Moral der Mitarbeiter.

Um die Deutsche Bank wieder auf Vordermann zu bringen, strukturiert Sewing den Bereich US-Rates and Sales um und nimmt somit spürbare Einschnitte im globalen Aktiengeschäft in Kauf. Aus internen Kreisen geht hervor, dass rund 20 Prozent der amerikanischen Belegschaft von den Einschneidungen betroffen seien. Offiziell dementiert das Unternehmen solche Gerüchte, gab jedoch bekannt, dass die Zentrale an der Wallstreet aufgegeben werden soll. Stattdessen wird ein kleinerer Firmensitz in Midtown Manhatten bezogen. Zudem soll auch ein Büro in Houston im Rahmen der Rationalisierungsmaßnahmen geschlossen werden.


Fokus auf Wealth-Management und Transaction-Banking

Um in Zukunft auf einen Wachstumspfad zurückzukehren, setzt die Deutsche Bank nun auf Wealth-Management und Transaction-Banking. Bereits im letzten Monat wurde mit Dirk Lubig ein neuer Leiter für den Bereich Transaction-Banking sowie Corporate Cash Managements für den chinesischen Markt berufen. Seine Hauptaufgabe besteht im nachhaltigen Aufbau von Beziehungen zu deutschen, europäischen und US-amerikanischen Unternehmen, die auf dem chinesischen Markt agieren. Auch große chinesische Unternehmen, die Exporte in wichtige Wirtschaftsregionen fokussieren, stehen im Fokus des deutschen Finanzinstituts.