Der internationale Frauentag, der sich am 8. März jährte, erinnert an den Kampf der Frauen um ihr Wahlrecht und um Gleichberechtigung. Vor mehr als 100 Jahren gingen in weiten Teilen Europas Frauen für mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen auf die Straße. Die verschwommenen schwarz-weiß Fotografien aus jenen Jahren haben ihren Platz im kollektiven Gedächtnis vieler Frauen gefunden.

Die Bilanz, die wir heute ein Jahrhundert später ziehen, kann sich sehen lassen. Niemand wird ernsthaft behaupten, dass es in unserem Land keine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern gibt. Im Hase-und-Igel-Spiel mit den Männern können wir Frauen viele Etappensiege verbuchen: Bessere Abiturnoten, mehr Studentinnen an deutschen Hochschulen und die Anzahl weiblicher Entscheider in Top-Positionen in Politik und Wirtschaft nimmt stetig zu. Genderpolitik und Diversity sind keine Fremdwörter mehr und die Frauenquote hat tatsächlich Türen geöffnet.

Auf den ersten Blick leben Frauen heute in der Beste aller Welten. Doch wer genauer hinschaut, kommt zum Ergebnis: es könnte besser laufen, denn Regeln allein führen nicht automatisch zum Erfolg. Gleichberechtigung muss gelebt werden – von allen.

In der Finanzwelt gibt es nämlich einen Ort, der wie kein anderer die absolute Gleichberechtigung garantiert, aber an dem trotzdem keine herrscht: die Börse. Anders als Versicherungen, die erst auf Druck des Europäischen Gerichtshofes 2012 die geschlechterneutralen Unisex-Tarife einführten, werden weibliche oder männliche Akteure an der Börse von jeher gleich behandelt. Es gibt keinen genderbegründeten Auf- oder Abschlag für Aktien.

Fakt ist aber auch, dass das Frauen anscheinend kalt lässt. Seit Jahren liegt laut dem Deutschen Aktieninstitut (DAI) der Anteil der Frauen, die ihr Vermögen in Aktien investieren, deutlich unter denen der Männer. Während 9 von 100 Frauen Aktien oder Aktienfonds im Depot haben, sind es bei den Männern mit 20 Prozent mehr als doppelt so viele.

Frauen lassen Renditechancen liegen

Sicher ist es nicht die Bescheidenheit, die Frauen von der Börse fernhält. Es ist vielmehr mangelndem Interesse, Wissen oder auch geringem Vertrauen geschuldet. Viele Frauen verbinden mit Aktienanlagen in erster Linie elementare Risiken, bei denen am Ende das mühsam ersparte Geld weg ist. Verspielt, verzockt, unwiederbringlich weg. Mit dieser Einstellung lassen Frauen Renditechancen liegen, was in den aktuellen Nullzinszeiten fatal für die eigene Vermögensentwicklung ist. Wer in Aktien investiert, investiert in Unternehmen, die mit neuen Ideen, Produkten und Technologien nachhaltige Werte schaffen. Allein in den ersten zwei Monaten diesen Jahres rentieren deutsche Aktien mit + 9 Prozent.

Aufgabe der Finanzwelt und Leidenschaft von Svea Kuschel + Kolleginnen ist es, diese Chancen immer wieder in die Beratungspraxis zu transportieren. Deshalb reicht es nicht, sich am 8. März eine rote Nelke schenken zu lassen oder Feiertage einzuführen, wie es der Berliner Senat beschlossen hat. Finanzielle Unabhängigkeit ist ein Schlüsselfaktor für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Svea Kuschel + Kolleginnen verfolgt exakt dieses Ziel. Wir wollen Frauen ermuntern, ihr Finanz-Knowhow zu stärken und sie in ihrer Vermögensbildung zu unterstützen. Mit anderen Worten: Bei uns ist jeder Tag Frauentag.

 

Der Blog ist zuerst erschienen unter https://www.svea-kuschel.de