Es ist nicht zu übersehen: Am Konjunkturhimmel ziehen dunkle Wolken auf. Die Wachstumsraten sind zwar weiterhin positiv, doch die Dynamik schwächt sich ab, die Boom-Phase des Jahres 2017 ist längst vorbei. Das bedeutet: Im Konjunkturzyklus befinden wir uns in der Spätphase des Aufschwungs.

„Die Märkte senden starke Signale, dass wir uns in der zweiten Hälfte der Expansionsphase befinden“, bestätigt Geraldine Sundstrom. Die Fondsmanagerin des PIMCO GIS Dynamic Multi-Asset betont aber gleichzeitig: „Wir gehen zwar von einer Abschwächung des Wachstums aus, erwarten aber keine echte Rezession.“

Dennoch werden die Bedingungen angesichts des weitgehend verlangsamenden Wachstums, weniger geldpolitischer Stützungsmaßnahmen und allgemein höherer Volatilität für Investoren anspruchsvoller. Der fortschreitende Zyklus erschwert somit Entscheidungen hinsichtlich der Asset Allokation. „Wir sind der Auffassung, dass sich die aktuellen Herausforderungen am besten durch einen flexiblen Ansatz und einen Schwerpunkt auf Qualität bei der Strukturierung von Portfolios bewältigen lassen“, erläutert die Fondsmanagerin.

Konkret bedeutet das für den PIMCO GIS Dynamic Multi-Asset Fund: Der Fokus liegt auf Portfoliotitel, die robust aufgestellt sind, ob es nun Unternehmen oder Staaten sind. Denn der 2016 aufgelegte Fonds hat das Ziel, attraktive risikobereinigte Renditen zu erwirtschaften – und zwar über den gesamten Marktzyklus hinweg. Um das zu erreichen, kann das erfahrene Fondsmanagement flexibel und global in sämtliche Anlageklassen, Regionen und Sektoren investieren.

Blick durch die Makro-Brille

Wichtig dabei ist immer der Blick durch die Makro-Brille. Der vor drei Jahren aufgelegte Fonds beinhaltet eine breit angelegte, anlageklassen-übergreifende Strategie, die PIMCOs gesamtwirtschaftliche Ansichten und Relative-Value-Einschätzungen an liquiden Märkten umsetzt. Dieser spezielle Makro-Ansatz macht den Fonds im Vergleich zur Peergroup so besonders.

Aktien sind ein wichtiger Baustein der Strategie: „In der Regel profitieren Aktien tendenziell in späteren Phasen des Konjunkturzyklus, da sich das Gewinnwachstum fortsetzt“, begründet Sundstrom. Speziell robust aufgestellte Firmen besitzen die Fähigkeit, auch in einem ungünstigen Umfeld positiv zu performen. Darüber hinaus zeigt die Historie auch, wie sich Unternehmen mit besseren Value-Faktoren tendenziell unterdurchschnittlich entwickeln und stattdessen in der unmittelbar auf eine Rezession folgenden Phase eine gute Performance erzielen.

Die zunehmenden Schwankungen an den Märkten schreckt Sundstrom nicht ab. Im Gegenteil: „Die höhere Volatilität schafft Gelegenheiten, da die Märkte im Handel von ihren zugrundeliegenden Fundamentaldaten abweichen können.“ Ganz entscheidend ist nach Ansicht der PIMCO-Experten neben der nötigen Flexibilität auch die Liquidität. „Es ist wichtig, das Pulver in den Portfolios nicht vorzeitig zu verschießen, um spezifische Anlagechancen nutzen zu können“, erläutert die Fondsmanagerin.

Neue Ansätze erforderlich

Ein „weiter so“ sei dagegen der falsche Weg. „Es sind andere Ansätze als in den vergangenen zehn Jahren gefragt, die im Allgemeinen darin bestanden, in jeder Anlageklasse Long-Positionen aufzubauen und zu maximieren, da günstige Anfangsbewertungen in Kombination mit unterstützenden Maßnahmen der Zentralbank, der anhaltenden Globalisierung und Effizienzsteigerungen die Anlagekurse in die Höhe trieben“, sagt Sundstrom. Denn viele dieser Faktoren würden sich jetzt gegenläufig entwickeln und typisch sein für Zyklusspätphasen, was ein selektiveres und umsichtigeres Vorgehen erforderlich mache.

MEHR INFOS
Stand
11.07.2019
PIMCO Dynamic Multi-Asset Fund E EUR acc
WKN: A2AEC1
Performance 1J
-0,72 %
Volatilität 1J
6,94 %