Für ihre Expansion lädt Jäderberg & Cie nun  Co-Investoren ein, um von dieser außergewöhnlichen, Monopol-ähnlichen Konstellation mit zu profitieren. Neben ihren Private Placements und institutionellen Lösungen hat Jäderberg & Cie. zwei neue regulierte Beteiligungsangebote für Publikumsanleger emittiert. Im Interview erläutert Gründer und Geschäftsführer Peter Jäderberg die Chancen und Risiken.

Herr Jäderberg, Ihr Haus beschäftigt sich mit einem ungewöhnlichen Rohstoff…

Jäderberg: Für uns Europäer ist es relativ unbekannt, aber Milliarden von Menschen, vor allem in Asien, nutzen es seit Jahrtausenden: Sandelholz, eines der kostbarsten Tropenhölzer der Welt. Der Baum beinhaltet ein ätherisches Öl, welches sowohl für seine heilenden, medizinischen Wirkungen als auch für seinen Duft begehrt und bekannt ist. Die weltweite Begehrtheit für unterschiedlichste Nutzungen hat zu Raubbau geführt, und inzwischen ist der Baum vom Aussterben bedroht. Das herkömmliche Angebot aus Wildbeständen ist um über 96 Prozent eingebrochen und steht unter staatlichem Schutz.

 

Und woher beschaffen Sie dann Ihr Sandelholz?

Jäderberg: Unser Partner hat es als einziger geschafft, diesen Baum großflächig als aufgeforstete Mischwälder zu kultivieren. Für den Ausbau dieser Flächen im tropischen Norden Australiens haben sie eine Handvoll internationaler Investoren eingeladen, Plantagen direkt und eigenständig zu besitzen. Hierzu gehören der Staatsfonds von Abu Dhabi, der Stiftungsfonds der Harvard Universität und die Kirche von England. Wir waren 2010 die ersten internationalen Plantageninvestoren und besitzen mittlerweile fünf Plantagen mit einer Gesamtfläche von 700 Hektar und sind damit eines der größten Sandelholz-Unternehmen der Welt. Alle diese Plantagen werden von unserem australischen Partner nachhaltig bewirtschaftet, verarbeitet und zentralvermarktet. Damit sind wir Teil einer weltmarktbeherrschenden Verwertungsgemeinschaft. Das ist die Quelle unseres Sandelholzes.

 

Und wie wird das Sandelholz genutzt, welche sind die Absatzmärkte?

Jäderberg: Traditionell nutzt man es in der ayurvedischen und chinesischen Medizin als Naturheilmittel und Aroma. Des Weiteren zum Beispiel als Duft, Seife und in vielfältigen Bräuchen, Ritualen, im Alltag des Hinduismus, Buddhismus und anderen Kulturkreisen. In unseren Breitengraden kennen wir Sandelholz als Träger und Duftgeber von exklusiven Parfums. Unsere Märkte sehen wir in der Naturkosmetik, Aromatherapie bis zur modernen Medizin – mit viel Preispotenzial. Die ungewöhnlich attraktive Marktkonstellation ist also, überspitzt gesagt, dass wir Teil eines Rohstoffmonopols sind, wofür die Nachfrage auf lange Sicht größer als das Angebot ist, wir zudem durch die Vielzahl der Absatzmärkte eine große Freiheit und Kontrolle bei der Preissetzung haben. Die vertikal integrierte Wertschöpfungskette erhöht die Marge und somit die Anlegerrendite. Zudem hindert die Natur eventuellen Nachahmern, das Wachstum unserer Plantagen bzw. den Erntezeitpunkt einzuholen, wenn sie heute mit dem Anbau von Sandelholz beginnen würden. Ungewöhnlich vorteilhaft.

 

Herr Jäderberg, Ihr Haus hat zwei neue Vermögensanlagen aufgelegt. Wie sind die Anleger an dieser Konstellation beteiligt? 

Jäderberg: Mit diesen beiden Angeboten sind unsere Publikums-Anleger über eine deutsche KG Anteilseigner an unseren Plantagen und Mitbetreiber. Sie erhalten daher nach der Ernte Erlöse aus der Verwertung des Sandelholzes und des kostbaren ätherischen Öls, wofür der Großhandel bereits bis zu 5.000 US-Dollar pro KG zahlt.

 

Für wen eignen sich die neuen Beteiligungsangebote?

Jäderberg: Wir haben zwei unterschiedliche Publikums-Vermögensanlagen aufgelegt, um unterschiedliche Anlegerbedürfnisse zu erfüllen. Die Mindestanlagesumme beim JC Sandalwood Invest 10 liegt bei 10.000 Euro. Hier können Anleger mit einer Rendite von 9,2 Prozent IRR nach Steuern rechnen. Das entspricht 13,4 Prozent IRR vor Steuern. Insgesamt sollen an die Anleger 300,2 Prozent nach Steuern zurückfließen. Die Anlage läuft bis zum Jahr 2033, erste Auszahlungen sind bereits ab 2028 vorgesehen. Zudem gibt es Möglichkeiten von individuellen Vorabauszahlungen von bis zu 6 Prozent p.a., allerdings dann zulasten der Ernteausschüttungen.

 

Und die zweite Vermögensanlage?

Jäderberg: Wir freuen uns sehr, dass wir mit einem anlegerfreundlichen Sparplan unser einzigartiges Investment auch einem breiteren Publikum als sinnvolle Beimischung zugänglich machen. Mit dem JC Sandalwood Invest 11 investieren Anleger in dieselben Plantagen und haben damit die gleichen Erntezeitpunkte wie die Einmalanlage. Weil es sich hier aber um einen Sparplan handelt, eignet sich der Fonds auch für Investoren mit kleinerem Geldbeutel. Der Anleger fängt standardmäßig mit einer Ersteinzahlung an, gefolgt von 96 weiteren Sparraten ab 100 Euro aufwärts. Laut Prospektprognose sollen die Anleger für ihr Engagement 179 Prozent an Auszahlungen und damit eine IRR-Rendite von 6,4 Prozent nach Steuern erzielen. Das entspricht 9,0 Prozent IRR vor Steuern.

 

Warum glauben Sie, dass das Konzept beim Kunden ankommt?

Jäderberg: Die unternehmerische Rendite ist sicherlich attraktiv. Allerdings sehe ich den größten Wert im Beimischungseffekt, da Sandelholz ungewöhnlich unabhängig von Kapitalmärkten, Währungen und Wirtschaftszyklen ist. Es stabilisiert also jedes Vermögensportfolio, in dem es das Gesamtrisiko des Portfolios senkt, die Gesamtrendite sowie den Diversifizierungsgrad erhöht. Betonen möchte ich, dass die faire Kostenverteilung dazu führt, dass die Ersteinzahlung nicht überproportional mit Provisionen belastet wird, sondern der Anleger sofort mit seiner Investitionsquote investiert ist. Und für den Fall von Schicksalsschlägen gibt es eine Härtefallregelung, damit Anleger mit Sparraten aussetzen können, ohne dass sie mit weiteren Kosten belastet werden. Wie bei der Einmalanlage hat der Sparplan-Anleger flexible Möglichkeiten, Sonderzahlungen oder Erhöhungen zu leisten.

 

Sie werben damit, dass eine Anlage ein „Impact Investment“ darstellt. Warum?

Jäderberg: Die nachhaltige Kultivierung auf Plantagen wirkt dem Raubbau des Indischen Sandelholz-Bestandes in seiner ursprünglichen Heimat entgegen und schützt die Spezies vor dem Aussterben, denn seit vielen Jahren steht Indisches Sandelholz auf der Roten Liste für gefährdete Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion. Für ihren Umgang mit Wasser und der Natur hat Quintis mehrere Auszeichnungen erhalten. Das Projekt unterstützt auf vorbildliche Weise Ethik, Ökologie und soziale, unternehmerische Verantwortung und ist ein Paradebeispiel für wirkungsorientiertes Investieren. Auf unsere Website und in unseren Informationsunterlagen führen wir das detailreicher auf.

 

Es gab im vergangenen Jahr wirtschaftliche Schwierigkeiten Ihres Partners Quintis. Stellt das für Investoren immer noch ein Risiko dar?

Jäderberg: Nein, die Quintis-Gruppe, immerhin Weltmarktführer in der Bewirtschaftung und Vermarktung von Sandelholz, hat das Restrukturierungs­verfahren im Oktober 2018 erfolgreich beendet. Das Unternehmen ist wirtschaftlich bestens aufgestellt. Quintis ist dank großer, finanzstarker Partner, wie BlackRock, die das enorme Potenzial erkannt haben, mit frischem Eigenkapital ausgestattet worden. Damit konnte auch das Investment von über 3.600 australischen Privatanlegern sowie den internationalen institutionellen Investoren - darunter der Jäderberg & Cie.-Gruppe - erfolgreich geschützt werden. Mit der Restrukturierung ist die Finanzierung für die kommenden Jahre gesichert. Die neu aufgestellte Quintis wird sich voll auf die Bewirtschaftung und Vermarktung von Sandelholz konzentrieren. Davon profitieren wir und unsere Co-Investoren.