Folgt man den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage, die vom Bundesverband Digitale Wirtschaft durchgeführt wurde, so erhielten 5 Prozent der Mitgliedsunternehmen bereits eine Abmahnung auf Basis der DSGVO. Ein Ergebnis, das durchaus zeigt, dass es längst nicht mehr um Einzelfälle geht. Mehr als die Hälfte sind zudem überzeugt, die DSGVO hätte auch negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Umsatzes.

5 Prozent wurden abgemahnt, 28 Prozent sind überzeugt, demnächst eine Abmahnung zu erhalten

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (kurz: DSGVO), die Ende Mai 2018 umgesetzt wurde, sorgte für Aufsehen und zudem auch für ordentlich viel Wirbel. Nun bestätigten die Ergebnisse einer Umfrage, die vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (kurz: BVDW) durchgeführt wurde, warum die DSGVO kritisiert wurde: 5 Prozent der Digitalunternehmen erhielten bereits eine Abmahnung, 28 Prozent der befragten Unternehmen sind überzeugt, demnächst ebenfalls eine Abmahnung zu erhalten. "Fakt ist, dass die DSGVO vorwiegend zu Unsicherheit geführt hat. Noch immer ist nicht klar, wie man die neuen Bestimmungen anwenden muss", so Thomas Duhr, der BVDW-Vizepräsident. "Problematisch seien einerseits die unklaren Formulierungen und andererseits die sich widersprechenden Vorgaben. Die Unsicherheit, die jetzt regiert, lähmt die gesamte Wirtschaft."


Digitale Aktivitäten wurden eingeschränkt

Die neue Datenschutzregelung wird von der Branche als "eher negativ" wahrgenommen. Rund 43 Prozent der Befragten gaben an, die digitalen Aktivitäten seit Mai eingeschränkt zu haben; 56 Prozent, also mehr als die Hälfte der befragten Digitalunternehmen, sind zudem überzeugt, der Umsatz würde sich wegen der Datenschutzregelung "negativ" oder sogar "sehr negativ" entwickeln. Gerade einmal 9 Prozent gaben an, der Umsatz würde sich "positiv" oder "sehr positiv" entwickeln. Ein Drittel der Befragten sei der Ansicht, die DSGVO hätte keine Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung.


Informationen zur Umfrage

Der BVDW hat für die Umfrage, die Ende Juni und Anfang Juli durchgeführt wurde, 278 Experten aus den Mitgliedsunternehmen befragt. Dabei handelte es sich vorwiegend um Firmen aus den Bereichen Technik und Telekommunikation, Handel/Retail/E-Commerce und Medien.